Barmen - Meike hat nicht nur in Mathe die Nase vorn

Meike hat nicht nur in Mathe die Nase vorn

Von: Sarah Plahm
Letzte Aktualisierung:
Meike Neuwohner ist ein wahres
Meike Neuwohner ist ein wahres Mathe-Ass: Mit Leichtigkeit löst die 15-Jährige Aufgaben, bei denen manch anderer nur noch Bahnhof versteht.

Barmen. Flink huschen Meikes Finger über das Papier. Wahrscheinlichkeiten ausrechnen, räumliches Vorstellungsvermögen, Gleichungssysteme lösen, komplexe Zusammenhänge erkennen - wo andere schaudern, da beginnt Meike Neuwohners Leidenschaft: die Mathematik. Und das viele freiwillige Üben hat sich ausgezahlt.

Die Overbacher Schülerin hat geschafft, was aus dem Kreis Düren beim Bundeswettbewerb der Mathe-Olympiade noch keiner geschafft hat. Die 15-Jährige hat den 2. Preis in ihrer Altersklasse errungen.

Die Gymnasiastin besucht die 9. Klasse und Mathe ist bei weitem nicht ihr einziges Talent Auch in sämtlichen anderen Fächern hat die Jugendliche oft die Nase vorne. Doch von all dem redet Meike nicht viel und wenn, dann ziemlich bescheiden. Ehrgeizig ist sie trotzdem. Schon vier Mal in Folge ist sie Landesmeisterin bei der Mathe-Olympiade geworden.

„Jugend trainiert Mathematik”

Und dafür hat Meike viel getan. „Man muss eben Aufgaben üben”, weiß die Pennälerin. Dafür nimmt sie teil bei „Jugend trainiert Mathematik” (JuMa). In regelmäßigen Abständen erhält sie dann Briefe mit Aufgaben aus diversen mathematischen Themenfeldern, die es zu bearbeiten und zu lösen gilt.

Auch in der Schule lässt die Mathematik Meike nicht los. Sie nimmt an der Mathe-AG teil, besucht den Unterricht der Einführungsphase und hat bis vor kurzem auch freiwillig an einem Mathe-Leistungskurs der Oberstufe teilgenommen. Obwohl sie nicht alle Unterrichtsstunden besuchen konnte, bewältigte die Ausnahmeschülerin die dort gestellten Klausuren oft besser als ihre älteren Mitschüler.

Trotz Talent, Übung und Ehrgeiz war die Mathe-Olympiade für Meike natürlich kein Spaziergang. Auf die Frage, ob sie aufgeregt gewesen sei, anwortet die 15-Jährige diplomatisch: „Ich glaube, dass ist man immer. Das braucht man auch, sonst ist man zu müde und unkonzentriert.” Wer viele Punkte erreichen will, kann sich das in der Tat nicht leisten. Denn die Teilnehmer müssen zwei Klausuren überstehen, die jeweils viereinhalb Stunden in Anspruch nehmen und viele - auch abgelegende - Felder der Mathematik abdecken, wie zum Beispiel Wahrscheinlichkeitsrechnung oder Geometrie.

Ohne die Unterstützung von Roswitha Steffen, Mathe- und Physiklehrerin am Gymnasium Haus Overbach, wäre es für sie nicht so leicht gewesen, das betont die Schülerin nachdrücklich. „Frau Steffen hat auch viel gemacht”, erklärt Meike.

Das Mathe-Ass ist seit der fünften Klasse Feuer und Flamme für die Welt der Zahlen. Aber nicht nur dafür. In ihrer Freizeit geht die Schülerin zum Reiten und Judo, spielt gerne Geige und trifft sich mit Freunden. Im nächsten Jahr will Meike wieder ihr Glück bei der Mathe-Olympiade versuchen.

Bei dem bundesweit angebotenen Wettbewerb versuchen sich in der ersten Runde jedes Jahr mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler in dem nach Altersstufen gegliederte Wettbewerb für die Klassenstufen 3 bis 13, der logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und kreativen Umgang mit mathematischen Methoden erfordert. Von der Schulrunde gehts bis in die Landes-, je nach Altersklasse sogar bis in die Bundesrunde.

Meike macht weiter und übt jedenfalls jetzt schon wieder fleißig fürden Wettbewerb 2013. Wo das alles noch hinführen soll? Mathematik möchte die Schülerin später einmal studieren - wahrscheinlich jedenfalls.
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