Mehr Sicherheit für Senioren auf dem Fahrrad

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Das Rad ist ein relativ sicheres Verkehrsmittel: Allerdings sind Senioren auf dem Drahtesel nicht so gut geschützt wie in einem Auto: dadurch ist das Verletzungsrisiko erhöht. Foto: dpa

Jülich. Viele Senioren erledigen viel mehr Wege mit dem Fahrrad, als sie es noch in jüngeren Jahren taten. Das ist gut, denn Radfahren hält fit und gesund. Allerdings sind Senioren auf dem Drahtesel nicht so gut geschützt wie in einem Auto: dadurch ist das Verletzungsrisiko erhöht.

Damit der Ausflug mit dem Rad für fitte Senioren sicherer wird, bietet die Verkehrssicherheitsberatung der Polizei Düren spezielle Übungsseminare für Senioren an, bei denen an drei Tagen nachmittags, etwa zwei Stunden lang, ein spezielles Training für Ältere durchgeführt wird. Die Seminare finden in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung statt.

Persönliche Defizite ausgleichen

„Seit zwei Jahren bieten wir schon Seminare für ältere, aktive Fahrradfahrer an,” erzählt Reiner Fallkowski, Verkehrssicherheitsberater der Polizei Düren. „Wir wollen die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, denn im Jahr 2007 verunglückten im Bereich der Kreispolizeibehörde Düren 169 Senioren, davon waren 44 als Radfahrer unterwegs.”

Bei Unfallauswertungen wurde festgestellt, dass Senioren im Vergleich zu jüngeren Radfahrern häufiger in komplexen Verkehrssituationen verunglücken. Bundesweite Erhebungen belegen, dass jeder dritte Radfahrer, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, über 65 Jahre alt war.

Dem gilt es vorzubeugen: Im Seminar lernen die Teilnehmer auf altersbedingte, persönliche Defizite zu achten und diese durch ein defensiv ausgerichtetes, verkehrsgerechtes Verhalten auszugleichen. Die Teilnehmer können ihr Wissen über die für Radfahrer geltenden Verkehrsvorschriften und Verkehrszeichen auffrischen.

Ein ortsansässiger Fahrradhändler verrät den Teilnehmern, worauf sie beim Kauf achten sollten und mit welchen Eigenschaften ein Rad besonders für Ältere geeignet ist.

Seniorengerechte Räder, Elektroräder, technische Hilfsmittel zur Beladung und sichere Beleuchtung werden am dritten Seminartag Schwerpunkt sein. Mitarbeiter der Verkehrswacht Jülich bieten einen freiwilligen Seh-und Reaktionstest an.

Ein weiterer Seminarschwerpunkt ist der so genannte „tote Winkel” an Großfahrzeugen, wie Lkw und Bus. Gerade Radfahrer und Fußgänger müssen hier besonders achtsam sein. Mit Hilfe eines Lkw-Zugs der Stadt Jülich wird den Teilnehmern die Problematik des „toten Winkels” nahe gebracht. Aus unmittelbarer Nähe können die Teilnehmer miterleben, wie eine ganze Personengruppe im toten Winkel eines Lkw „verschwindet”.

Wer über 62 Jahre alt ist und regelmäßig als Radfahrer am Straßenverkehr teilnimmt, kann sich zum Seminar anmelden. Der Kurs findet am 30. Juli, 4. und 6. August jeweils von 15.30 bis 17.30 Uhr statt.

Interessierte können sich telefonisch beim Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung unter 02461 63377 anmelden.
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