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Mehr Sicherheit für ältere Motorradfahrer

Von: tm
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Drei, die sich für ältere Mo
Drei, die sich für ältere Motorradfahrer engagieren: (v.l.n.r.) Ralf Broichgans, Hartmut Dreßen und Wilfried Schmidt. Foto: Mauer

Jülich. Dem Ziel, die Mobilität älterer Verkehrsteilnehmer zu fördern, hat sich die Verkehrswacht Jülich verschrieben. „Sicher mobil” heißt das Programm. Speziell für Motorradfahrer veranstaltete der Verein unlängst ein Info-Treffen mit Erfahrungsaustausch in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde.

Als Vermittler möchte der zweite Vorsitzende Wilfried Schmidt zur Sicherheit beitragen. Den Bedarf für die Biker sieht er in vielfacher Hinsicht. Ob ein Reifenhändler über Gummimischung oder Profilanordnung informiert, die Polizei alte Verkehrsregeln auffrischt und über neue aufklärt oder ein Gesundheitsexperte über Fitness und medizinische Risiken spricht, Bedarf für die „Verkehrstauglichkeit” älterer Motorradfahrer ist gegeben.

Auffrischungen nach langer Pause

„Problematisch sind mehr die Fahrer, die nicht mehr als 300 Kilometer im Jahr auf ihrem Motorrad sitzen”, sagte der Ex-Polizist und Fahrtrainer. Viele Biker hätten zudem häufig eine jahrelange Pause hinter sich. „Wenn die sich jetzt wieder auf den Bock setzen, brauchen die eine Auffrischung in Sachen Theorie und Praxis.”

Immerhin habe sich der Straßenverkehr sowie die Technik der Maschinen deutlich weiter entwickelt. Der Experte der Verkehrswacht plädiert beispielsweise für den Einsatz des Antiblockiersystems in jedem Motorrad.

Zu einem ähnlichen Ergebnis, wenn auch aus anderem Hintergrund, kommt Ralf Broichgans, Verkehrsicherheitsberater der Kreispolizeibehörde in Düren. Auf etwa 14.000 zugelassene Motorräder kamen im letzten Jahr zwölf ältere Zweiradfahrer im Kreis, vier davon lebten in Jülich. „Die Zahl mag dem einen nicht besonders hoch vorkommen, aber jeder Verletzte oder Tote ist zu viel”, betonte Hartmut Dreßen, Vorsitzender der Verkehrswacht.

Seh- und Fitnesstest empfohlen

„Die Masse der Biker ist vollkommen in Ordnung”, hob der Polizeibeamte Broichgans hervor. Fahrhäufigkeit und Bewusstmachung seien das Problem. Die Polizei könne nur den regelmäßigen Sehtest und die Überprüfung der eigenen Fitness empfehlen, die Umsetzung liege indes immer beim Fahrer. „Der Senior fängt bei 55 Jahren an”, sagte Schmidt. Die Verkehrswacht will künftig Motorradtreffs besuchen und auch das Internet stärker einbeziehen, um die älteren Fahrer zu sensibilisieren. „Wir wollen doch, dass die Biker möglichst lange Spaß an ihrem Hobby haben.”
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