Medizinforum: Knochen und Gelenke im Blick

Von: Kr.
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Auf große Resonanz stieß das
Auf große Resonanz stieß das Medizinforum, bei dem Dr. Horst Stephan (links) und Oliver Krämer (Mitte) über die Behandlung von Knochen und Gelenkerkrankungen referierten. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der AOK Rheinland/Hamburg, die durch Thomas Prell (rechts) vertreten war Foto: Kròl

Linnich. Knochen und Gelenke standen beim Medizinforum, das die AOK Rheinland/Hamburg regelmäßig mit dem St. Josef-Krankenhaus Linnich und der CTW durchführt, im Mittelpunkt.

Zahlreiche interessierte Zuhörer hatten sich im Linnicher Rathaussaal eingefunden, um sich über Diagnose und die Möglichkeit der Behandlung bei Knochen- und Gelenkerkrankungen zu informieren. „Information und Prävention sind uns wichtig”, betonte Thomas Prell, Geschäftsstellenleiter der AOK in Jülich.

Insgesamt 400.000 Gelenkimplantationen werden alljährlich bundesweit durchgeführt, wobei die Hüftarthrose die häufigste Form der Gelenkerkrankung ist und hier auch die meisten Implantationen durchgeführt werden. Etwa fünf Prozent der über 60-Jährigen leiden an dieser Form der Arthrose, was nicht zuletzt mit dem gestiegenen Lebensalter als auch mit gesteigerten Aktivitäten im Alter zusammenhängt.

„Vielen wird geholfen, doch nicht immer werden die hohen Erwartungen, die in eine solche Operation gesetzt werden, auch erfüllt”, gab Oliver Krämer, Oberarzt der Chirurgie und Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie am St. Josef Krankenhaus in Linnich zu bedenken. Gemeinsam mit Dr. Horst Stephan, Chefarzt der Chirurgie und Facharzt für Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin referierte er zum Thema Gelenkerkrankung.

Künstliche Gelenke seit 1890

Er hatte den Part der Hüft-OPs übernommen und berichtete ausführlich über die Vorgehensweise, die verschiedenen Implantate und ging auch ein wenig auf die Geschichte der künstlichen Hüftgelenke ein. Bereits 1890 hatte Professor Gluck das erste künstliche Gelenk aus Elfenbein entwickelt und eingesetzt. Vom Elfenbein ging man über zum Plexiglas und seit rund 25 Jahren ist Metall Standard. Seither hat sich an den Implantaten auch nicht mehr viel verändert. Nur geringfügig wurden an den Formen gearbeitet.

Zwischen zehn und fünfzehn Jahren hält heute eine solche Prothese, deshalb wird auch alles versucht, um gerade bei jüngeren Patienten die OP hinaus zuzögern, denn je häufiger die Prothese ersetzt werden muss, umso schwieriger ist die Operation. Es muss auch nicht immer gleich ein neues Gelenk sein.

Dr. Horst Stephan berichtete über mininmal-invasive Operationsverfahren, bei denen das entzündete Knochengewebe an Hüfte, Schulter oder Kniegelenk entfernt wird und damit Platz für das Gelenk geschaffen wird. Einige kleine Filme aus seinem Operationssaal hatte er mitgebracht, die diese Vorgehensweise anschaulich verdeutlichen.
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