Linnich - Medizinforum: Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen

Medizinforum: Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
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Gemeinsam mit der AOK informiert das Krankenhaus Linnich beim Medizinforum zum Thema Herzrhythmusstörungen. Mit dabei sind Ralf Zander, Geschäftsstellenleiter der AOK, Dr. Gerhard Mertes, Volker Braun und Dr. Frank Engelmann. Foto: Kròl

Linnich. „Es ist uns wichtig, zu aktuellen Gesundheitsthemen Stellung zu nehmen und gleichzeitig die Gesichter unserer Ärzte bekannt zu machen”, hat der Verwaltungsdirektor am St.-Josef-Krankenhaus in Linnich, Jann Habbinga, bei der Eröffnung des Medizinforums erklärt.

Zu diesem hatte das Krankenhaus gemeinsam mit der AOK Rheinland-Hamburg interessierte Besucher ins Rathaus der Stadt Linnich eingeladen. „Wenn das Herz aus dem Takt gerät”, lautete das Thema bei dieser Auflage des Forums.

Neben Dr. Gerhard Mertes, dem langjährigen Chefarzt für Innere Medizin im Linnicher Krankenhaus, und Oberarzt Volker Braun, galt das besondere Interesse Dr. Frank Engelmann, der seit einem halben Jahr als Oberarzt für Innere Medizin und Diabetologe in St. Josef tätig ist.

Die Vortragsreihe eröffnete der Chefarzt, der gutartige Herzrhythmusstörungen vorstellte. Ob Herzrasen, Stolperherz, Vorhofflimmern oder Vorhofflattern - die Symptome können zwar sehr unangenehm für den Patienten sein, sind aber nicht lebensbedrohlich. Untersucht werden müssen sie allerdings schon, um schwerwiegende Herzerkrankungen ausschließen zu können. Über Entstehung und Ursache, Diagnose und Behandlung klärte Mertes die zahlreichen Zuhörer, die trotz des DFB-Pokal Abends gekommen waren, ausführlich auf.

Kammerflimmern ist im Gegensatz zu den gutartigen Herzrhythmusstörungen lebensbedrohlich, berichtete Oberarzt Volker Braun. 100.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen plötzlichen Herztod. Deshalb appellierte er an die Zuhörer: „Tritt ein Kreislaufversagen auf, dann sofort 112 alarmieren und mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Herzdruckmassage kann lebensrettend sein und vor allem schwere Folgeschäden verhindern.” Er riet deshalb auch dazu, „einmal wieder” einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Außerdem wies er auf die Defibrillatoren hin, die auch von Laien benutzt werden können und sich an vielen Orten befinden, wo auch viele Menschen zusammen kommen. So sind zwei davon bei der Firma SIG combibloc und in der Linnicher Turnhalle untergebracht.

Oft finden Herzerkrankungen ihre Ursache in einer Diabetes. Dies war Thema von Oberarzt Dr. Frank Engelmann. Er ging auf die Ursache der Zuckerkrankheit ein, die meist auf ein Nachlassen der Bauchspeicheldrüsenfunktion zurück zu führen ist. Dabei betonte er, dass es zur Diagnose und Behandlung wichtig sei, nicht nur den Blutzucker im nüchternen Zustand zu messen, sondern auch zwei Stunden nach der Mahlzeit. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten umriss er. Dann ging er auf die fünf Säulen der Behandlung ein, die auf Bewegung, Diät, Schulung, Selbstmessung und Medikamenten beruhen. Zu diesem Themenschwerpunkt werde es aber noch einmal ein eigenes Forum geben, versprach er.
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