Meditation zur Passion: Sonderkonzert am Karfreitag

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Jülich. Der Verein Jülicher Schlosskonzerte wird am Karfreitag, 18. April, um 18 Uhr im Rahmen eines Sonderkonzerts das an sich schon sehr eindringliche Werk des Komponisten in der Fassung für Streichquartett aufführen und durch die Texte des im vergangenen Jahr verstorbenen Rhetorikers Walter Jens kommentieren lassen.

Das Orchesterwerk Haydns „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ entstand als Auftragskomposition für die Domherren von Cádiz. Deren Auftrag lautete, sieben langsame Sätze für jedes der letzten Worte Jesu zu komponieren. Der Bischof sollte auf die Kanzel steigen, ein Wort vorlesen, es auslegen und sich dann vor dem Altar zum Gebet niederknien, währenddessen sollte ein meditatives Musikstück erklingen.

Joseph Haydn sagte: „Es war gewiss eine der schwersten Aufgaben, ohne untergelegten Text, aus freyer Phantasie, sieben Adagios auf einander folgen zu lassen, die den Zuhörer nicht ermüden, und in ihm alle Empfindungen wecken sollten, welche im Sinne eines jeden von dem sterbenden Erlöser ausgesprochenen Wortes lagen.“

Die Ausführenden sind: Hans Otto Horch, 1. Violine, Susanne Trinkaus, 2. Violine, Jalkin Aksoy, Viola, Arabella Ristenpart, Violoncello, Bernhard Wallerius, Sprecher.

Walter Jens, 1923 in Hamburg geboren, studierte klassische Philologie und Germanistik, promovierte 1944 in Freiburg und habilitierte sich 1949 in Tübingen. Bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1988 hielt er dort den einzigen deutschen Lehrstuhl für Rhetorik inne. Von 1989 bis 1997 war er Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Er erhielt die Ehrendoktorwürden der Universitäten Athen, Augsburg, Jena und Stockholm sowie zahlreiche Auszeichnungen für sein literarisches Werk. Er starb im Juni 2013 im Alter von 90 Jahren.

Sein den Leidensweg Christi kommentierender Text ist als eine eindringliche Mahnung zur Achtung der Menschenwürde zu verstehen, die zu allen Zeiten – vor und nach Golgatha – nicht nur durch die Inquisitoren, Hexenjäger, Nazischergen und deren moderne extremistischen Nachfahren bis heute fast überall auf der Welt mit Füßen getreten werden!

Der Vorverkauf läuft: Buchhandlung Fischer, (Reservierung auch telefonisch unter Telefon 02461-93780 oder online unter karfreitag@schlosskonzerte-juelich.de möglich). Eintrittspreis: 15 Euro (12,50 Euro ermäßigt). 

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