„Medien sind der Spiegel der Gesellschaft”

Von: Kr.
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Gemeinsam hatten Dr. Richard N
Gemeinsam hatten Dr. Richard Nouvertné (l.), Präsident des Rotary Clubs Heinsberg, und Günther Hamacher (r.), Präsident der Dürener Rotarier, eingeladen und stellten mit Prof. Bernd Mathieu einen kompetenten Redner zum Thema Medien vor. Foto: Kròl

Linnich. Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung, hat in Linnich vor den Rotary Clubs der Kreise Düren und Heinsberg über die Aufgaben der Medien in der Gesellschaft referiert. „Dem sozialen Frieden dienen” - unter diesem Gedanken stand die Veranstaltung, bei der auch provokante Fragen gestellt wurden.

Weltweit haben sich 1,2 Millionen Menschen in den lokalen Rotary Clubs zusammengefunden, um sich in etlichen tausend Projekten sozial zu engagieren. Armut und Hunger wollen sie bekämpfen, die Jugend zu fördern und damit für viele Menschen das Leben wieder etwas lebenswerter gestalten. Auch in den Kreisen Düren und Heinsberg sind solche Rotary Clubs aktiv. Nach Linnich luden der Dürener Präsident Günther Hamacher und sein Heinsberger Rotary-Freund Dr. Richard Nouvertné zu einer öffentlichen Veranstaltung ein.

„Dem sozialen Frieden zu dienen”, diese Aufgabe hat Hamacher über sein rotarisches Jahr gesetzt und unter diesem Gesichtspunkt standen auch die jüngsten Treffen. „Dem sozialen Frieden zu dienen”, unter diesem Gedanken stand auch diese öffentliche Veranstaltung, zu der zahlreiche Gäste in den Linnicher Rathaussaal gekommen waren. Die Aufgabe der Medien in der Gesellschaft und die Rolle, die sie bei der Wahrung dieses Friedens spielen, sollte beleuchtet werden. Dazu hatte Hamacher mit Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung, einen kompetenten Referenten eingeladen. „Werden wir, werden Sie gut informiert? Was Medien leisten sollten?”, diesen Fragen ging er auf den Grund und sparte dabei auch nicht mit Selbstkritik.

Grenzen des journalistischen Anstands

Ja, er fragte sogar: „Dürfen die das?” und sprach damit die Grenzen des journalistischen Anstands an, die gar zu häufig überschritten werden. „Warum wird die Intimität prominenter Bürger so oft verletzt? Weil es niemand lesen will?” fragte er provokant. Er bedauerte es, dass die Quote all zu oft Qualität und Skrupellosigkeit Seriosität ersetze. „Doch”, so Mathieu, ”es gibt auch eine journalistische Sorgfaltspflicht und die ständigen Bemühungen, die Wahrheit zu schreiben”. Er erinnerte an die zahllosen politischen Ereignisse in der Welt, an denen die freien Medien maßgeblichen Anteil hatten. Als jüngstes Beispiel nannte er den Umbruch in Nordafrika, der nicht zuletzt durch das so oft gescholtene Internet möglich wurde. Er erinnerte aber auch an den Fall des Freiherren zu Guttenberg, der von den Medien emporgehoben wurde, bis er zurücktreten musste.

„Tiefgreifend und besinnlich”

Dennoch, so betonte er, sei eine allgemeine Medien-Schelte nicht angebracht. Vieles käme ohne die Medien nicht ans Tageslicht. Informieren unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte. Nicht nur sich einmischen, sondern auch den Mut haben, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Verantwortung zeigen. Darin sah Mathieu die wichtigsten Aufgaben der Journalisten. Er erinnerte allerdings auch daran, dass Journalisten auch nur Menschen seien und die Medien nicht über den Dingen stehen. „Sie sind menschlich. Medien sind am Ende der Spiegel der Gesellschaft”, schloss er seine Ausführungen. „Tiefgreifend und besinnlich”, charakterisierte der Gastgeber Hamacher diesen Vortrag und dankte dem Gast aus Aachen von Herzen. Natürlich blieb anschließend noch Zeit für die Zuhörer, kritische Fragen zu stellen.
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