„Matsch-Kindergarten“ Aldenhoven in seinem Element

Von: gre
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Alle waren vom Geschenk begeistert, das Elternratsvorsitzende Andrea Rothert (r.) KiGa-Leiterin Ursula Dech (3.v.r.) überreichte. Foto: Greven

Aldenhoven. Seinen 20. Geburtstag feierte der Kindergarten „Am Römerpark“ am Samstag. Vor zwei Jahrzehnten wurde er gegründet vom damaligen Förderverein der GGS Aldenhoven. Dieser freie Träger wurde 2011 in „Leben wie Zuhause“ umbenannt. Leiterin des Kindergartens ist seit der „ersten Stunde“ Ursula Dech.

Ihr Kommentar zu ihrer seinerzeitigen Berufung zu Beginn der Geburtstagsfeier: „Das Beste, was mir passieren konnte.“ Sie dankte allen, die sie in den zwei Jahrzehnten begleitet haben, „die Umgang mit mir hatten und mit mir auch die manchmal skurrilsten Situationen durchgestanden haben“.

Dank sagte sie den aktuellen und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Eltern, den Kindern, auch solchen, die inzwischen Erzieherinnen geworden sind. Anja Barthels, Mitarbeiterin seit der Gründung, dankte der Chefin mit Blumen „für viele Jahre Menschlichkeit“.

Namens der Elternschaft dankte deren Vorsitzende Andrea Rothert mit einem bemerkenswerten Geschenk, einem kleinen Segelboot der Klasse „Optimist“. Zu dem aufgetakelten. noch namenlosen Schiff gab es als Zugabe eine Flasche Sekt, für die demnächst fällige Taufe. Noch steht das Schiff auf dem Trockenen. Gewiss wird es die Kinder auch so als Trocken-Spielgerät magisch anziehen.

Es ist nicht so ganz ausgeschlossen, dass der wohl lebendigste Kindergarten der Gemeinde sein Schiff eines Tages seiner eigentlichen Bestimmung zuführt. Bei ihm ist immer eine Überraschung drin. Vorsorglich der noch verfrühte Wunsch: „Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.“

Vor einem Jahr wurde für eine vierte Gruppe ein Anbau errichtet. Nun ein Jahr später ist eine weitere Erweiterung notwendig für eine 5. Gruppe. Geplant ist ein „Naturhaus“, das im Garten zum Teil unterirdisch entstehen soll und dessen Konzeption schon jetzt Freude auslöst. Die starke Bindung zur Natur zählt zu den wichtigsten Bestandteilen der Konzeption dieser Tageseinrichtung. Weil das so ist, hat sie auch den Beinamen „Matsch-Kindergarten“.

Und diesem Namen machte sie auch am Geburtstag alle Ehre. Deshalb bereitete der strömende Regen während Feier weder den Kindern, noch den Erzieherinnen und Eltern Probleme; denn das Fest fand draußen statt. Wegen der extrem räumlichen Enge im Gebäude hatte man ein kleines buntes Zirkuszelt auf der Wiese errichtet. Hier fand der „Kindergeburtstag“ statt in Form eines Zirkusprogramms.

„Hereinspaziert, ihr lieben Leute“, hieß das Einladungslied der Kids, denen fortan die Manege gehörte. Der auf das Zeltdach prasselnde Regen wurde durch die Zirkusmusik und den Beifall der vielen zuschauenden Mamas, Papas, Omis und Opas übertönt. Es war köstlich, die kleinen Mädchen auf dem Schwebebalken zu erleben, die kleinen Akrobaten bei den Bodenübungen mit und ohne Reifen oder die „starken Männer und Frauen“ als Gewichtheber im Look der 20er Jahre.

Köstlich die Raubtierdressur mit als Leoparden oder Pumas verkleideten Kids. Dompteuse Marion hatte sie mit Dressurhaken und Zückerchen im Griff und brachte sie dazu, durch den imaginären flammenden Reifen zu springen. Eben ein Fest für Kinder, die ihre Freude am Jubiläum hatten, nicht zuletzt wegen des wohltuenden Fehlens einer langatmigen Gratulationscour. Zu einem solch schönen Fest kann man nur gratulieren.

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