"Masterplan" des TTC-Trainers im Pokal geht nicht auf

Von: Jörg Sauer
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Lauric Jean holte im Pokal gegen Erstligist Bergneustadt den einzigen Jülicher Punkt. Foto: Wolters

Jülich. Auch wenn die 1:3-Heimniederlage gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt eine scheinbar deutliche Sprache spricht, hatte der TTC durchaus einige Chancen, sich erneut als Außenseiter gegen einen Bundesligisten für die Finalrunde um den Deutschen Pokal zu qualifizieren.

„Wir wussten, dass wir nur wenige Chancen bekommen werden um ihnen ein Bein zu stellen. Leider konnten wir sie nicht nutzen. Schließlich hat uns ein bisschen die Abgebrühtheit gefehlt“, sagt Ewout Oostwouder, der nach der mutigen Aufstellung von Miro Broda, in einer entscheidenden Position fungierte.

Der junge Niederländer, der erst wegen des Fehlens von Hermann Mühlbach ins Jülicher Pokaltrio rutschte, gab sein Bestes. Aber um die gestandenen Bundesliga-Spieler Steffen Mengel und Benedikt Duda zu bezwingen, hätte Oostwouder über sich hinauswachsen müssen. Für viele Fans war die wagemutige Aufstellung der Indeländer etwas unverständlich, zumal durch eine Verletzung von Ricardo Walther Bergneustadt nicht in Bestbesetzung antrat.

Jülichs Spitzenspieler Lauric Jean, der sich zur Zeit in guter Form befindet, wurde von Broda an Position 3 gemeldet und war somit nur für einen Einsatz vorgesehen. Stattdessen agierte „Pokal-Ergänzungsspieler“ Oostwouder an 1 und musste zweimal gegen Bergneustadts Topleute an den Tisch. Broda erklärte nach der Partie: „Ich wusste, dass Lauric an Position 3 fast sicher punkten kann, ferner habe ich Ozawa gute Chancen eingeräumt, den Halbdistanzspieler Walther mit seinen starken Schüssen zu schlagen, dann hätte uns nur noch ein Punkt gefehlt, um die Sensation zu schaffen.“

Durch die Verletzung von Ricardo Walther ging der Masterplan des Jülicher Trainers nicht auf. Nachdem „Opferlamm“ Oostwouder gegen den Steffen Mengel unterlag, schnupperte Yoshihiro Ozawa gegen Benedikt Duda am Sieg. Der Japaner führte in den ersten drei Sätze, brachte aber nur den zweiten Satz ins Ziel. Jean schlug dann Bergneustadts Ersatzspieler Gustavo Tsuboi und sorgte zwischenzeitlich für etwas Brisanz. Nun musste wieder Oostwouder an den Tisch. Er gab sein Bestes, aber er schaffte es nicht, nach verheißungsvollen Zwischenständen, die Partie gegen den sichtlich nervösen Duda an sich zu reißen.

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