Maßnahmen im Brückenkopf-Zoo gegen die Vogelgrippe

Von: Guido Jansen
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Pflegeleicht: Die Loris sind für Henri Fischer und sein Team kein Problem. Sie haben keine Kontaktscheue und leben ohnehin in bereits schützten Volieren. Foto: Guido Jansen

Jülich. Die Pfauen sind der erwartet schwere Gegner für die Mitarbeiter des Zoos im Brückenkopf-Park. Einfangen lassen wollen sich die Vögel nicht. „Wenn sie uns mit den Ketschern sehen, dann nehmen sie sofort Reisaus“, sagt Henri Fischer, der leitende Tierpfleger im Park.

Die Mitarbeiter werden es immer wieder versuchen, die fünf großen Vögel einzufangen. Denn am Mittwoch hat der Kreis Düren eine Stallpflicht für alle Geflügelanlagen ausgerufen, um zu verhindern, dass die Vogelgrippe sich ausbreiten kann. Im Kreis Soest war sie in einer Putenzucht ausgebrochen.

Jetzt muss verhindert werden, dass die Vögel des Zoos in Kontakt kommen können mit Wildvögeln, die entweder infiziert sind oder den Erreger in sich tragen. „Die Vogelgrippe ist hoch ansteckend“, sagt Fischer. Das könne über direkten Kontakt passieren, oder über Kot.

Überdachte Volieren

Deswegen heißt es jetzt: ab in den Stall für alle Vögel, die sich im Park entweder frei bewegen dürfen, oder innerhalb ihres Geheges. Die Tiere in den Volieren können bleiben, wenn das Netz oder das Gitter so dünnmaschig ist, dass kleine Vögel nicht durchschlüpfen können und wenn die Voliere oben abgedeckt ist. Das ist derzeit in Arbeit.

Für die Besucher des Zoos bedeutet das, dass die meisten Volieren weiter bewohnt bleiben, aber alle Vögel, die sich sonst frei bewegen, in Ställe gesperrt werden und deswegen nicht mehr zu sehen sind. „Wie lange das dauert, ist schwer zu sagen. Es könnte bis zum Frühjahr dauern“, sagt Henri Fischer. Ebenso wenig kann er Angaben dazu machen, ob und bis wann es den Pflegern gelingt, alle Tiere zu fangen. Unvorbereitet trifft die Anordnung des Kreises den Brückenkopf-Park nicht. Bereits seit November gebe es eine Empfehlung, die sogenannte Aufstallung vorzubereiten.

2004 gab es schon einmal eine Stallpflicht für die Vögel im Park. Damals war es nicht zum Äußersten gekommen, dem Keulen der Tiere. Darauf hofft Fischer auch diesmal. Bis die Gefahr der Vogelgrippe gebannt ist, müssen die Pfleger die in die Stallungen verlegten Vögel zusätzlich mit Wasser und Futter versorgen. Außerdem müssen Schuhdesinfektionsbarrieren ausgelegt werden.

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