Martinusaktion: Rund 382.000 Euro in vier Jahrzehnten

Von: gre
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Wie immer wird das Tanztheater den ökumenischen Gottesdienst der Martinusaktion gestalterisch begleiten. Foto Greven Foto: Greven

Aldenhoven. „40 Jahre – Teilen hilft Helfen“. So lautet das Motto des Jubiläumsprojektes der Martinusaktion Aldenhoven. Seit 1974 unterstützt der ökumenische Verein Projekte in der Einen Welt. Gemeinsam mit vielen Einrichtungen und Menschen in Aldenhoven und befreundeten auswärtigen Initiativen ruft er immer wieder auf, das Teilen zu üben im Sinne des Heiligen Martinus.

Eine Gruppe junger Lehrer um den damaligen Rektor Heinz Bielefeldt bemühte sich Anfang der 1970er Jahre, die ursprüngliche Idee St. Martin, den Gedanken des Teilens und seine heilende Tat in den Vordergrund zu rücken und das Brauchtum von der Oberflächlichkeit zu befreien.

Stattdessen stellte man die Nöten von Menschen der Dritten Welt in den Mittelpunkt. Sinn und Ziel der Martinusprojekte ist seitdem, solidarisch den Blick über den eigenen Tellerrand und den Kirchturm zu richten auf die Ungerechtigkeiten und Nöten dieser Erde, die oft durch gleichgültiges und achtloses Verhalten in Ländern der „Ersten Welt“ verursacht worden sind.

Unter der Maßgabe „Hilfe zur Selbsthilfe“ wurden seither zahlreiche Initiativen und Projekte unterstützt. Seit Beginn der Martinus-Aktionen im Jahre 1974 sammelten und spendeten die Menschen insgesamt 382.000 Euro. Darüber hinaus reagiert man auch auf Hilferufe befreundeter Aktionen oder Projektpartner bei Naturkatastrophen, Epidemien oder Kriegsfoigen.

Für derartige Sonderaktionen wurden seit 2004 weitere 7000 Euro bereitgestellt. Doch Teilen im Sinne des Heiligen Martin bedeutet mehr als nur Geld sammeln. Ebenso wichtig wie die materiellen Hilfen ist die Bewusstseins-Bildung, die sich auf das eigene Verhalten bezieht: Wie gehen wir mit den Flüchtlingen um? Warum verschwenden wir achtlos Energie und Wasser?

Am 8. und 9. November blickt die Martinusaktion auf 40 Jahre zurück und stellt sich die Frage, welche Projekte sind noch lebendig und welche Initiativen benötigen weiter Unterstützung. Zu den Partnern früherer Aktionen hat man weiter Kontakt.

Ihre Arbeit wird im ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, 9. November, 10 Uhr, in der Martinuskirche gewürdigt. Ihnen und ihren Partnern wird der Erlös der diesjährigen Aktion zugute kommen. Am Vorabend des Haupttages wird der traditionelle Fackelzug mit Martinsfeuer stattfinden (Beginn 18.15 Uhr).

Im Anschluss hieran werden Schüler die Martinus-Geschichte zum Leben erwecken. Gegen 19.30 Uhr wird der Martinus-Markt seine Pforten öffnen. Er wird am Sonntag nach dem Gottesdienst fortgesetzt.

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