Martinus-Aktion setzt sich für indigene Bevölkerung ein

Von: gre
Letzte Aktualisierung:
15699672.jpg
Ausdrucksvoll stellt das Tanzgeschehen des Tanztheaters Iris Freudenthal den Werdegang der vertriebenen Ureinwohner Paraguays dar. Foto: Greven

Aldenhoven. „Man sollte über den Tellerrand blicken und nicht die eigenen Lebensbedürfnisse als allgemeingültig betrachten.“ Das war der Tenor der diesjährigen Martinus Aktion in Aldenhoven, die das Motto hatte „Satt allein reicht nicht aus“.

Ziel der Hilfen sind die indigenen Völker, die seit Urzeiten im Chaco Paraguays gelebt und denen durch Landnahme ihr Lebensraum geraubt wurde.

Voller Leid

Im ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen schilderten Thomas Uerlichs und Pfarrer Charles Cervigne die Lebensumstände der Ureinwohner. Sie verwiesen auf die vor dem Altar aufgebauten Porträts dreier eingeborener Frauen und Männer. „Schaut in ihre Gesichter, ihre Augen. Sie sind voller Trauer, voller Leid und Unsicherheit, Folgen ihrer Zwangsvertreibung.“ Cervigne bemühte die Geschichte aus der Bibel über die lange entbehrungsreiche Zeit des Volkes Israel in der Wüste, dennoch wissend, dass Gott sie mit Nahrung versorgte.

„Aber der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Der Verlust ihrer angestammten Heimat, zum Nichtstun in der ungewohnten Zivilisation verdammt zu sein, führt diese Menschen zur Resignation, zu allen möglichen für sie ungewohnten Zivilisationskrankheiten. Ihnen zu helfen, zum Beispiel bei der Ernährungsumstellung, hat sich St. Martin zur Aufgabe gemacht.

„Die Würde des Menschen steht jedem zu. Gott liebt diese Welt, eine Welt voller Unterschiede in den Lebensumständen. Wir müssen über den Tellerrand unserer Zivilisation hinausschauen.“

Sehr eindrucksvoll stellte die Truppe des Tanztheaters Iris Freudenthal die Lebensumstände der Ureinwohner des Chacos und ihre Vertreibung aus ihrer angestammten Heimat tänzerisch dar.

Auch die Fürbitten waren auf die Hilfen für die aus dem Urwald vertriebenen Menschen zugeschnitten.

In Anlehnung an die Inhalte der mündlichen und tänzerischen Darbietungen erhielt jeder beim Opfergang als Erinnerungsgabe einen kleinen Porzellanteller mit dem Motto der Martinus-Aktion.

Bliebe noch zu erwähnen, dass die Kinder der Kindergärten und der Gemeinschaftsgrundschule am Samstag im Römerpark vor dem Martinsfeuer vom St. Martinus empfangen wurden und danach in der Kirche das Martinus-Spiel erleben durften. Jedes Kind erhielt zum Abschluss ein Martinusbrötchen.

Während dessen wurde der Martinusmarkt zwischen Kirche und Pfarrhaus eröffnet und am Folgetag fortgesetzt.

Spendenkonten

Die Martinus Aktion bittet um weitere Spenden und weist auf die Spendenkonten hin: Aachener Bank IBAN DE21 3906 0180 3802 8770 12 GENODED1AAC und Sparkasse Düren IBAN DE66 3955 0110 0008 4160 00 SDUEDE33XXX.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert