Martinus-Aktion: 11.000 Euro Erlös für Schulbau in Afrika

Von: gre
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Gedankenaustausch über die Mittelverwendung: Die Vorsitzende der Martinus-Aktion, Doris Werner, und der Vorsitzende des Bildungswerks Westafrika, Dr. Wolfgang Rieve. Foto: Greven

Aldenhoven. Die große „Martinus-Familie“ hatte sich zur „Bilanz-Versammlung“ und gleichzeitigem gemütlichen Beisammensein im Katholischen Pfarrheim getroffen. Mit Beifall wurde das von der Vorsitzenden Doris Werner verkündete finanzielle Ergebnis der letztjährigen Aktion aufgenommen.

Es beläuft sich auf 11.000 Euro. Ein Betrag, mit dem der Bau einer Schule in einer ländlichen Gemeinde im westafrikanischen Staat Benin zum Teil finanziert werden kann. „Benin – Teilen macht Schule“ so hieß das Motto der Aldenhovener Aktion. Empfänger der Mittel ist das „Bildungswerk Westafrika“, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Schulbildung der Kinder in dem armen Kontinent in der Weise zu fördern, dass man in den ländlichen Regionen Schulen errichtet.

Das Spendenergebnis ist umso erfreulicher, weil zum Zeitpunkt der Martinus-Aktion die katholische Pfarrkirche und auch das benachbarte Pfarrheim eine einzige Baustelle waren und die gesamte Aktion ins evangelische Gemeindezentrum umziehen musste und in nur abgespeckter Form abgewickelt werden konnte. Das Bildungswerk wird auch vom Bundesentwicklungsministerium gefördert, welches in der Regel im Jahr Mittel für vier derartige Schulen bereitstellt.

Dr. Wolfgang Rieve, der Vorsitzende dieses Werks, zeigte sich hocherfreut über die finanzielle Hilfe aus Aldenhoven. Er berichtete, dass zurzeit eine Schule in einer ländlichen Siedlung des zentralafrikanischen Staates Niger gebaut wird. Die Viehzüchter vom Stamme der Tuareg hatten die Wichtigkeit der Schulbildung für ihre Kinder erkannt und den Bau von Schulen erbeten. Das Bildungswerk fördert im Wege der Hilfe zur Selbsthilfe. Das bedeutet, dass die Menschen einen großen Beitrag selbst leisten müssen, vorwiegend in Form von Arbeitskraft.

Der Verein hat zwei eingespielte Bautrupps zur Hand, die in der Lage sind, ein eingeschossiges Schulgebäude in einem Vierteljahr zu erstellen. Eine Standardform, die allen Witterungseinflüssen standhält – vom Monsunregen bis zu höchsten Hitzegraden. „Im Februar wurde mit den Gründungsarbeiten begonnen, im April wird sie bezogen werden können. Auch das ist bei uns Standard“, so Dr. Rieve, und „ich schätze, dass sie 100 Jahre hält. Die Bausteine werden vor Ort gegossen. Alle packen mit an.

Für die Anfuhr von Sand und Zement steht ein 15-Tonner-Lkw zur Verfügung. Das Wasser wird aus 65 Meter Tiefe gefördert und in Kanistern mit Eselskarren zur Baustelle gebracht. Für uns unvorstellbar, aber es funktioniert.“

Schon 27 Schulen gebaut

27 Schulen hat das Bildungswerk bereits gebaut. Das bedeutet Bildung für rund 12.000 Kinder. Wichtige Vorgabe: Davon müssen 50 Prozent Mädchen sein.

Das bedeutet weiter, dass bildungswillige Eltern ihre Kinder nicht weitab von ihrem Dorf in die Schule schicken müssen. Oder wie hier in dem Tuareg-Dorf der Unterricht nicht mehr in einem provisorischen, mit einer Zeltplane überdachten Erdunterstand abgehalten werden muss. „Bildung tut not“ das haben auch die Viehzüchter und Bauern in Afrika erkannt. Und die Martinus-Aktion Aldenhoven hilft dabei.

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