Jülich - Martin Pieper: Der Benjamin unter den Jülicher FH-Professoren

Martin Pieper: Der Benjamin unter den Jülicher FH-Professoren

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Martin Pieper ist mit 33 Jahre
Martin Pieper ist mit 33 Jahren der jüngste Professor am Campus Jülich der FH Aachen. Foto: FH

Jülich. Seit Oktober dieses Jahres lehrt und forscht Prof. Dr. Martin Pieper am Jülicher Fachbereich Energietechnik der FH Aachen im Bereich Mathematik und Simulation. Mit gerade einmal 33 Jahren ist er der jüngste Professor am Campus Jülich. Da drängt sich die Frage auf: Wie wird man so jung Professor?

Martin Pieper selbst bezeichnet seinen Weg als „gradliniger als gradlinig”: Nach dem Abitur 1997 zog er zum Studieren nach Göttingen. Direkt im Anschluss an sein Studium promovierte er und arbeitete parallel dazu als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni. „Mir hat die Kombination von Promotion und Lehrtätigkeit gut gefallen, jedoch ist mir persönlich die Forschung an den Universitäten zu praxisfern”, sagt er rückblickend.

Und so verließ er Ende 2007 das Westfalenland und wechselte zum Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik nach Kaiserslautern. Dort forschte er in den Bereichen „Optimierung im Virtual Engineering” und „Simulation und Modellierung physikalischer Prozesse”. Er arbeitete an zahlreichen Forschungsprojekten mit internationalen Kooperationspartnern aus der Industrie und betreute Diplomanden und Doktoranden.

Hat Martin Pieper, wie zahlreiche andere junge aufstrebende Ingenieure, vor lauter Arbeit und Karriere sein Privatleben völlig vernachlässigt? Mitnichten. Denn obwohl ihm beruflicher Erfolg wichtig ist, legt er großen Wert darauf, „dass ich trotzdem immer genug Zeit habe, meinen Hobbys nachzugehen und viel Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen.” So ist Martin Pieper seinem Heimatort Geseke bei Paderborn bis heute treu geblieben, ist dort im Vorstand des Schützenvereins und war 2006/2007 sogar Schützenkönig - eine „Regierungszeit”, von der heute noch viele schwärmen, wie er stolz erzählt.

Wenn er nicht gerade regiert, verbringt Martin Pieper seine Freizeit am liebsten mit Musik. „Ich höre bei jeder Gelegenheit Musik und spiele seit über 20 Jahren in mehreren Vereinen und Bands.” Während seiner Zeit in Kaiserslautern entdeckte er außerdem seine Liebe zu gebeutelten Fußballvereinen: „Da ich ja fast auf dem Betzenberg gewohnt habe, bin ich, wann immer es sich ergab, zum Fußball und freute mich - beziehungsweise meistens litt ich eher - mit dem FCK”, seufzt Pieper.

Nach einiger Zeit am Fraunhofer-Institut merkte Martin Pieper, dass er auch dort etwas vermisste: „Wir haben zwar an echten Industrieproblemen gearbeitet, mir fehlte jedoch die Arbeit mit den Studenten”, sagt er. Und so folgte er in diesem Jahr dem Ruf an den Fachbereich Energietechnik der FH Aachen: „Ich denke, dass an der FH die Mischung für mich passt”, sagt er voller Vorfreude.

In den ersten Jahren will sich Martin Pieper schwerpunktmäßig in die Lehre stürzen - eine besondere Herausforderung, wie er findet: „Aus Erfahrungen mit vielen Ingenieuren weiß ich, dass Mathematik eher zu den unbeliebten Pflichtfächern gehört. Daher reizt es mich sehr, den Studenten dieses Fach näher zu bringen. Ich möchte ihnen zeigen, dass sie nicht nur Mathematik lernen, weil sie müssen, sondern dass sie Dinge lernen, die sie später in der Praxis benötigen und anwenden können.” Für die Studierenden ist der neue junge Professor mit seinem Tatendrang und seiner entspannten, bodenständigen Art sicherlich fachlich und persönlich eine Bereicherung.
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