Martin Marquardt leitet die Arbeiterwohlfahrt in Jülich

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Jülich. Als vor rund 18 Jahren der Ortsverein Jülich der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in eine Existenzkrise geriet und die hervorragend arbeitende Sozialstation geschlossen werden musste, übernahm Gertrud Hafke den Vorsitz.

Ihr gelang es, mit einer Gruppe freiwilliger Helfer das Haus am Marie-Juchacz-Weg zu erhalten und die vielfältigen Aufgaben der AWO weiterzuführen. Mut gehörte dazu, weil nicht nur der gute Ruf des Ortsvereins beschädigt war, sondern er sich auch in einem finanziellen Jammertal befand.

Zu dieser Zeit war sich Gertrud Hafke sicher nicht in vollem Umfang bewusst, auf was sie sich eingelassen hatte. Wahrscheinlich war das auch gut so, denn sonst hätte sie diese Aufgabe vermutlich nicht übernommen.

In den Folgejahren gelang es ihr aber, die Jülicher AWO wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Gerechtigkeit und Ehrlichkeit waren ihr Erfolgsrezept. Ihr war das Ehrenamt mit allen daraus resultierenden Aufgaben und Pflichten nicht nur Amt, sondern vor allem eine Ehrensache. Nun hat Hafke den Vorsitz aus persönlichen und familiären Gründen niedergelegt. Zu ihrem Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung Martin Marquardt, den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden.

Eine Orchidee zum Abschied

Er dankte Gertrud Hafke mit einem kleinen Präsent und einer ebenfalls für langes Durchhalten bekannten Orchidee. Die Versammlung zollte ihr ebenfalls Dank mit lang anhaltendem Beifall. Zu Marquardts Stellvertreter wurde, ebenfalls mit großer Mehrheit, Karlheinz Wagner gewählt.

Nach diesen, immer mit viel Arbeit verbundenen, trockenen formalen Akten, war zum Herbstfest eingeladen. Aber bevor es ans Essen und Trinken ging - dazu hatte das Helferteam die Räume des Hauses herbstlich dekoriert - wurden die vor einigen Wochen auf einer Fahrt nach Holland von den Teilnehmern erworbenen und gespendeten Tulpen- und Narzissenzwiebeln auf dem zum Haus gehörenden Gelände, von Einigen der Versammlung, unter Beifall, in die Erde gesteckt.

In der Zwischenzeit war der gesponserte neue Grill heiß darauf, Würstchen und Steaks in einen essbaren Zustand zu bringen. Die diversen, reichlich gespendeten Salate, einer leckerer als der andere, waren mehr als nur eine Sättigungsbeilage. Ein junger Nachwuchsmusiker begleitete die Runde bis in den späten Nachmittag, mit seinem Keyboard mit dezenter Hintergrundmusik, bei der man sich bei Kaffee und ebenfalls gespendetem Kuchen auch noch gut unterhalten konnte.

Schließt man von der Menge der Salate und Kuchen auf die Beliebtheit der AWO Jülich, so hieß es, dann ist sie weiterhin auf einem guten Weg.
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