Jülich - Marktplatz-Debatte: Sache läuft aus dem Ruder

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Marktplatz-Debatte: Sache läuft aus dem Ruder

Von: hfs./gep
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An Markttagen sollten die Verkaufsstände den gesamten Vorplatz des Alten Rathauses einnehmen dürfen. Dabei dürften aber die Lkw der Marktbeschicker dort nicht tagsüber dauerhaft abgestellt werden, schlägt Winfried Cremerius von der FDP vor Foto: hfs.

Jülich. Nach dem heftigen Schlagabtausch um die Neugestaltung des Marktplatzes, den sich die Vorsitzenden des Fördervereins Festung Zitadelle Jülich und des Jülicher Geschichtsvereins, Conrad Doose und Guido von Büren, mit dem Vorsitzenden des Jülicher Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses (PUB), Erich Gussen (CDU), geliefert haben, fordern erste Stimmen eine Rückkehr zur Sachlichkeit.

Wolfgang Hommel, Vorsitzender des Stadtmarketing Jülich e.V., schlug vor, sich nächste Woche „an einen Tisch zu setzen“. Es seien noch nicht alle Chancen dahin, glaubt er im Gegensatz zu Doose und von Büren.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Winfried Cremerius sprach sich dafür aus, dass sich die Ratsmitglieder der Kernstadt des Themas annehmen sollten, denn diese trügen die eigentliche politische Verantwortung.

„Die Sache läuft jetzt anscheinend aus dem Ruder“, befürchtet der Liberale. Die derzeitige Diskussion gehe am eigentlichen Thema vorbei.

Zu Beginn der Überlegungen – ausgelöst durch einen Bürgerantrag, der aber den zuständigen Ausschuss nicht erreicht habe – wäre es nicht darum gegangen „acht Bäume zu fällen.“ Im Gegenteil, „davon war erst die Rede, als das Ergebnis einer angeblichen Kommission präsentiert wurde, die von keiner der im Rat vertretenen Parteien einen Auftrag erhalten hatte.“ Cremerius: „Es gab und gibt keinen solchen Auftrag.“

Dass der Marktplatz aufgewertet werden müsse, dies steht aber auch für Freidemokraten fest.

Warum aber, so fragt er, „sollen Bäume entfernt werden, die erst den ganzen Reiz des Marktplatzes ausmachen“? Geht es nach Cremerius, sollte die ganze Diskussion jetzt „auf Null gefahren werden. Denn eine vernünftige Lösung ist zurzeit nicht in Sicht.“

Und wenn schon vom PUB-Vorsitzenden Gussen „laut darüber nachgedacht werde, eine Aufwertung mit einfachsten Mitteln umsetzen zu wollen“, dann könnte man doch einmal zu allererst diesen Aspekt erörtern: Warum, fragt Cremerius, werden die Verkaufsstände entlang der Düsseldorfer Straße und Kölnstraße zugelassen, dürften aber nicht den gesamten Vorplatz am Alten Rathaus einnehmen? Dies hätte doch einen gewissen Charme, „aber nicht die dort immer abgestellten Lkw.“

Doose und von Büren hatten erklärt, der Ausschussvorsitzende Gussen tue „alles, um den Eindruck zu bestätigen, als gehe es um nichts anderes, als die Befahrbarkeit des Marktplatzes zu verbessern“. Und sie erinnern an frühere Anträge der CDU, auf dem Marktplatz wieder Parkplätze zu schaffen. Es sollten jedenfalls nicht acht, so die Vereinsvorsitzenden, sondern maximal vier Bäume gefällt werden, um den „wichtigen Gesamteindruck des Baumkarrees“ nicht zu zerstören.

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