Marktbeschicker bevorzugen die Düsseldorfer Straße

Von: Volker Uerlings
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Der Jülicher Marktbeschicker Helmut Riebe (links) und sein Kollege Bernd Schüller, der aus Hürth in die Herzogstadt kommt. Beide sind sich einig: „Der Markt gehört in die Stadt!” Foto: Uerlings

Jülich. Der Jülicher Wochenmarkt hat in den letzten Jahren an Profil gewonnen. Das Angebot ist reichhaltiger als früher, was die Kunden sicher erfreut. Die Marktbeschicker wiederum kommen gern in die Herzogstadt, weil letzten Endes auch die Umsätze stimmen.

Der eine oder andere Plan liegt den Frische-Lieferanten dennoch schwer im Magen: Nämlich der, bei Kirmessen und anderen Großveranstaltungen auf das Parkdeck Zitadelle auszuweichen.

Unlängst trafen sich die Händler, die den Jülicher Markt bis zu dreimal die Woche ansteuern, zu einem Gedankenaustausch. Daraus resultierte ein offener Brief an Rat, Verwaltung und Bürger. Darin wird angeregt, beim anstehenden Umbau der Düsseldorfer Straße die Belange der Marktbeschicker zu berücksichtigen, um dort wieder das Ausweichquartier für Buden und Stände unterzubringen.

Der Jülicher Imker Helmut Riebe verdeutlichte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass sich die Händler keineswegs stur stellen: „Wir wollen das mit dem Parkdeck versuchen, aber bestehen darauf, dass es bei den jetzt angekündigten fünf Terminen bleibt.” Die Kaufleute argumentieren mit den Gewohnheiten der Kunden, die sich nach ihrer Einschätzung nur schwer mit dem Ausweichen auf die Parkfläche anfreunden dürften, die etwas ab vom Schuss liegt.

Viel lieber wäre es ihnen, wenn die Düsseldorfer Straße zur Verfügung stünde. Riebe: „Der Markt gehört in die Innenstadt!” Beim Umbau könnte die Stadt die Baumscheiben im Durchmesser reduzieren, Telefonkästen und Sitzgelegenheiten näher an die Häuserzeilen rücken. Ein bis zwei zusätzliche Stromkästen könnten außerdem ein zu großes Kabelwirrwarr deutlich verringern.

Wie gesagt, die Händler spielen beim Versuch mit und werden den Kunden rechtzeitig Flugblätter in die Hand drücken, auf denen die Platzaufteilung ersichtlich ist.

Gelöst scheint nach Mitteilung der Marktbeschicker auch das Fahrzeugproblem. Die städtischen Behörden wollten die meisten Autos im Hintergrund der Stände verbannen. Allerdings sind diese laut Helmut Riebe für viele Händler äußerst wichtig, weil sie entweder Waren kühlen oder kleine Werkstätten und nicht zuletzt den Nachschub beinhalten. Sein Kollege Wolfgang Keller erklärt die Vereinbarung kurz und knapp: „Wer ein Auto hat, soll dafür extra zahlen.”

Beim Treffen der Marktleute wurde auch eine „Warnung” ausgesprochen: Sie haben Bedenken, wenn an eine Ausweitung des Marktes auf den Kirchvorplatz gedacht sein sollte. Derartiges habe man gehört. Die Erfahrung in der Region habe aber gezeigt, dass solche „Nebengassen so gut wie keine Beachtung finden”, sagt Helmut Riebe.
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