Marion Fanter neue Schiedsperson in Titz

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
7107205.jpg
Wohnen der Vereidigung bei: Bürgermeister Jürgen Frantzen (v.l.), Guido Pungg vom Ordnungsamt Titz, die neue Schiedsfrau Marion Fatner, der stellvertretende Geschäftsleiter beim Amtsgericht Jülich, Thomas Haselmann, und Rainer Harnacke, Direktor des Amtsgerichtes. Foto: Jagodzinska

Titz. Die gebürtige Rödingerin ist neue ehrenamtliche Schiedsfrau der Gemeinde Titz. Sie wurde im Amtsgericht Jülich von Amtsgerichtsdirektor Rainer Harnacke vereidigt. Ihre Stellvertreterin ist Annegret Greven aus Spiel, die dieses Amt elf Jahre bekleidete und aus beruflichen Gründen in die zweite Reihe zurücktritt.

Fatner ist im Abfallmanagement tätig und hat als Betriebsratsvorsitzende bereits Erfahrung mit Streitschlichtungen gesammelt. Sie zeigte sich sehr interessiert an Schulungen und beratenden Gesprächen. Froh über die Besetzung der Schiedspersonenstelle zeigte sich der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen. Das Interesse an dieser Aufgabe sei „sehr überschaubar“. Zum Amt der Schiedspersonen wird laut Harnacke „ganz bewusst kein Jurist ausgewählt“. Hier solle „die menschliche Seite, das Bauchgefühl, im Auge behalten werden“. Deshalb laute der Wahlspruch der Schiedspersonen „Schlichten statt richten“.

Guido Pungg vom Titzer Ordnungsamt sprach augenzwinkernd sogar vom „Titzer Landrecht“. Lange ungezählt waren die so genannten „Tür- und Angelfälle“, die sich selten zu einem offiziellen Verfahren entwickeln. Meist führen sie hingegen zur Schlichtung der streitenden Parteien. Weil sie die Schiedspersonen auch viel Zeit an der Haustür, am Telefon oder beim Gespräch in der Wohnung kosten und oft sogar schwieriger zu bearbeiten sind als ein schnell aufgenommener Antrag zu einer einfachen Körperverletzung oder Beleidigung, werden sie nach Bekunden Harnackes jetzt statistisch erfasst.

In einigen Verfahren sei der Versuch der außergerichtlichen Schlichtung vor einer Klage sogar vorgeschrieben. Hier gehe es etwa um Ansprüche aus dem Nachbarrecht, Verletzungen der persönlichen Ehre oder um Privatklagedelikte wie Hausfriedensbuch, Beleidigung oder Sachbeschädigung.

Im Bezirk des Amtsgerichtes Jülich gibt es insgesamt drei Schiedsfrauen und neun Schiedsmänner. Ihre Zuständigkeit richtet sich nach dem Stadtbezirk, in dem der Verfahrensgegner seinen Wohnsitz hat.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert