Linnich - Marian Mertens als neuer Seelsorger in Linnich eingeführt

Marian Mertens als neuer Seelsorger in Linnich eingeführt

Von: ptj
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Weihrauchspende: Pfarrer Marian Mertens wird offiziell als Pfarrvikar in Linnich eingeführt. Foto: Jagodzinska
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Freuen sich über die Wahl des Bischofs: Der neue Pfarrvikar Marian Mertens (l.) und Pfarrer Stefan Bäuerle.

Linnich. „Das Netz ist zerrissen und wir sind frei.“ Das ist die Botschaft des Primizgewandes von Pfarrer Marian Mertens, in dem er in Konzelebration mit Pfarrer Stefan Bäuerle seine offizielle Einführungsmesse in St. Martinus Linnich feierte.

 Für die würdige Rahmengestaltung der Eucharistiefeier sorgten sieben Messdiener, eine Schützenabordnung der Linnicher Schützenbruderschaften und der Kirchenchor auf der Empore. Bäuerle trug indes das Messgewand, dass Mertens‘ Mentor, der verstorbene Wassenberger Pfarrer Willi Steinrath, ihm zu seiner Primiz (erste Messfeier) geschenkt hatte, ein „Mariengewand“ mit weißen Lilien.

Zur Gottesmutter hatte Steinrath „eine ganz besondere Beziehung“. Sein Lieblingsthema war zudem „die Liebe Gottes, die wir als Menschen untereinander austeilen sollen, um in ehrlicher Gemeinschaft mit Christus zu leben“, ein Thema, das auch Mertens besonders am Herzen liegt.

Passend dazu hieß es in der Lesung aus dem ersten Johannesbrief: „Wir wollen einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott.“ Auch der Auftrag aus dem Johannesevangelium lautete: „Dies trage ich euch auf, liebt einander“. In seiner Predigt hob der neue Pfarrvikar die „beiden Großthemen Liebe und Freiheit“ heraus, die „direkt zusammengehören“. Wer Liebe schenken will, kann das nicht tun, ohne dem geliebten Menschen gleichzeitig Freiheit zu schenken. Diese Freiheit „wird schon in diesem Leben erfahrbar“. Denn Jesus nennt seine Jünger Freunde, „dieses Wort dürfen wir heute auf uns beziehen“, betonte Mertens und verwies auf das „Kontrastbild des Knechtes, der tun muss, was sein Herr ihm sagt“.

„Wir aber wissen, wir werden von Christus als Freunde akzeptiert, wenn wir ihm zuarbeiten. Denn er braucht mich, will durch mich etwas bewirken.“ Damit sprach der Priester ausdrücklich jeden Menschen an. Wichtig ist: „Aber er bedrängt mich nicht, er lässt mir die Freiheit“. Mertens differenzierte zwischen der allgemeinen Berufung nach persönlicher Eignung und der konkreten Sendung hier vor Ort. „Die (neuen) Örtlichkeiten, Menschen kennenzulernen und Notwendigkeiten zu erkennen, ist für mich hier das Spannende“, verriet Mertens.

Pfarrer Bäuerle hatte zu Beginn der Messe die Ernennungsurkunde des Aachener Bischofs Helmut Dieser verlesen, der Pfarrer Marian Mertens mit Wirkung zum 6. Mai zum „Vicarius paroecialis“ beruft. Das ist ein Pfarrvikar, der einem Pfarrer in der Seelsorge seiner Pfarrei zur Seite gestellt ist, beziehungsweise ihn vertritt. Mertens darf aber selbst den Titel Pfarrer tragen. Beide Priester bedankten sich für die Wahl des Bischofs, Mertens in die 13 Pfarreien des Alt-Dekanates Linnich zu entsenden.

Mertens war zuvor knapp zwei Jahre in der Krankenhausseelsorge im Marienhospital in Aachen tätig gewesen und hatte um die Versetzung in eine „klassische Pfarrgemeinde“ mit ihrer Lebensvielfalt gebeten, obgleich ihm die „seelsorgliche Arbeit Freude gemacht“ hatte. Warum die Wahl des Bischofs auf Linnich fiel, blieb indes unklar.

 

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