Maria Mironovas Konzert-Premiere voller Begeisterung aufgenommen

Von: ptj
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Maria Mironova brilliert als K
Maria Mironova brilliert als Koloratur-Sopranistin in Welldorf. Foto: Jagodzinska

Welldorf. Gerne gibt die russische Dirigentin Maria Mironova im lokalen Umfeld ein Konzert, um auch ihre gesanglichen Qualitäten zu Gehör zu bringen. Sie ist Leiterin der Chorgemeinschaft Güsten-Rödingen-Welldorf und des Königlichen Männergesangvereins St. Cäcilia in ihrem deutschsprachigen Wohnort im belgischen Eynatten.

Ihr neues Programm präsentierte sie in der Welldorfer Kirche St. Hubertus, am Klavier begleitet von ihrer Landsmännin Elzbieta Sukniewicz aus Bonn, eine „Pianistin der Extraklasse”.

Die beiden hochkarätigen Musikerinnen lernten sich in der Aachener Musikhochschule kennen. „Was man mit einer Stimme alles machen kann”, wie Moderator Stefan Braunleder aus Eynatten es ausdrückte, stellte Mironova in zwei Konzertteilen mit großer musikalischer und sprachlicher Bandbreite höchst eindrucksvoll unter Beweis.

Im schneeweißen Kleid mit Glitzer-Applikationen startete sie in den Opernteil mit Mozarts Libretto „Titus” und interpretierte die Arie „Deh se piacer mi vuoi” in italienischer Sprache. In der dramatischen Handlung will Vittelia einen Freund Titos, Sesto, davon überzeugen, das geplante Attentat nicht auszuführen. „Frohsinn und Laune würzen das Leben” hingegen in Rezitativ und Arie der Frau Fluth aus „die lustigen Weiber von Windsor” von Otto Nikolai in deutscher Sprache.

„Dich, teure Halle”, hieß im Anschluss die Arie der Elisabeth aus „Tannhäuser”. Mit „Il est doux, il est bon” (Er ist süß, er ist gut) wechselte die erstklassige Koloratur-Sopranistin mit der Arie der Salome aus „Herodiade” von Jules Massenet in die französische Sprache. Nach Italien, in die Wiege der Oper, entführten Mironova und Suknewicz mit der Arie der Maddalena „La mamma morta” aus „Andrea Chenier” im Anschluss. Bravo-Rufe belohnten ihre hervorragende musikalische Leistung.

Im hellroten Satin-Kostüm erschien Mironova nach der Pause im Chorraum, um mit ausgewählten Lieblingsstücken aus der Welt der Musicals ihrem Publikum „ein ganz persönliches Geschenk zu machen”. Dazu zählten „Somewhere” aus Bernsteins „West Side Story” und die Filmmusik „Gabrielas Lied” aus „Wie im Himmel”, beide in Englisch interpretiert. Ein besonders breites Tonspektrum erforderten die „Bohemienne” und das „Ave Maria”, beide aus „Notre Dame de Paris” von Riccardo Cocciante und in französischer Sprache gesungen.

„Phantom” und „Cats”

Ein Muss in der Welt der Musicals ist Andrew Lloyd Webber. Aus seiner Feder stammen Mironovas ausgewählte Stücke „Denk an mich” aus „Das Phantom der Oper” und „Memory” aus „Cats”. Mit letzterem ließen die beiden erstklassigen Musikerinnen ihr viel beklatschtes Konzert ausklingen.

Eintritt hatten sie nicht verlangt, dennoch war das Körbchen für freiwillige Spenden bereits zur Pause prall gefüllt. Ihr guter Ruf schien ihnen vorausgeeilt zu sein, denn das Konzert in Welldorf war eine Premiere.
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