Jülich - Margret Hanuschkin: Bei Meister Shakespeare nachgeschlagen

Margret Hanuschkin: Bei Meister Shakespeare nachgeschlagen

Von: bw
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Shakespeares Leben und Wirken begeistert Margret Hanuschkin schon seit langem. Foto: Wickmann
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Gemeinsam mit dem Blockflötenensemble „Il Flauto Dolce“ präsentierte Margret Hanuschkin (r.) das Leben und Wirken von William Shakespeare. Foto: Wickmann

Jülich. Der englische Dramatiker William Shakespeare ist auch nach über 400 Jahren immer noch eine feste Größe auf zahlreichen Theaterbühnen und begeistert mit seinen zeitlosen Stücken viele Menschen. Seine Komödien, Tragödien und Dichtungen gehören zur Weltliteratur und waren auch der Stoff für zahlreiche Verfilmungen.

„Grund genug, seine Stücke und ihre Bedeutung einem interessierten Publikum näher zu bringen und dies mit passender Musik zu untermalen“, dachte sich Margret Hanuschkin und organisierte gemeinsam mit dem Förderverein in der Jülicher Stadtbücherei eine Lesung unter dem Motto: „Schlag nach bei Shakespeare“.

Neben der Präsentation ausgewählter Werke aus dem umfangreichen Nachlass Shakespeares spielte das Blockflötenensemble „Il Flauto Dolce“ viele zeitgenössische Stücke und später entstandene Musik, die sich mit dem Thema befasst. Das seit 1998 bestehende Ensemble bestand an diesem Abend aus Claudia Backhausen, Agnes Brodeck, Silvia Broderius, Gaby Pirug und Marlies Stechemesser.

Passend zum Auftakt eines kurzweiligen Abends begann das Ensemble mit dem Stück „Schlag nach bei Shakespeare“ aus dem Musical „Kiss me Kate“. Das wohl berühmteste Zitat von Shakespeare „Sein oder Nichtsein – das ist hier die Frage“ war dann auch Gegenstand der ersten Lesung von Margret Hanuschkin und konnte im Anschluss durch die Fragen der Zuhörer im voll besetzten Raum der Stadtbücherei diskutiert werden.

„Ich finde es faszinierend, dass die Stücke von Shakespeare auch in unserer heutigen Zeit nichts von ihrer Aktualität verloren haben und zeigen, dass menschliches Verhalten damals nicht anders war als jetzt“, bekundete Hanuschkin ihre Begeisterung für den bekannten Dramatiker.

Immer wiederkehrende Begriffe in Shakespeares Werken sind Freundschaft, Güte und Liebe, aber auch die dunklen Seiten der menschlichen Seele wie falsch eingesetzter Ehrgeiz und das Streben nach grenzenloser Macht. Die über viele Jahrhunderte andauernde Rivalität zwischen England und Frankreich wird zum Beispiel von Shakespeare in seinem Stück über Heinrich VII. verarbeitet, aus dem auch der Ausspruch „Ein Pferd, ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd!“ stammt. Das Ensemble spiele passend zu diesem dramatischen Stoff die Tänze der Renaissance, „A Dear Heart“, die Maskentänze und „Intrada“.

Das Thema Liebe verarbeitet Shakespeare in „Soll ich Dich einem Sommertag vergleichen“ oder der Geschichte über Adonis und Venus, in der die Aussage „Die Liebe ist ein Geist, aus Feuer ganz gebildet“ getroffen wurde. Hierbei appelliert er an sein Publikum aber meist mit der Bitte, in Güte Fehltritte des Anderen zu verzeihen.

In „Wie es euch gefällt“ legt Shakespeare einen Schwerpunkt auf die Austauschbarkeit des Partners. Passend zum Thema spielte „Il Flauto Dolce“ die Stücke „April Is In My Mistress Face“, „Flow Is Not So Fast“, „All in a garden green- A toy“ und „The Hony-suckle“.

Mit einem Blick auf William Shakespeares Präsenz in der heutigen Zeit in Theater, Film und Literatur und den Stücken „Kiss me Kate“ und „West Side Story“ endete eine interessante Veranstaltung, die bestimmt viele Zuhörer dazu animiert, sich intensiv mit seinen Werken zu beschäftigen.

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