Jülich - „Manege frei“ für Grundschulkinder

„Manege frei“ für Grundschulkinder

Von: sas
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Die Kinder der GGS-Nord begeisterten das Publikum mit ihrer zweistündigen Zirkusvorstellung. Foto: Sascha Schiffer

Jülich. Der Vorhang öffnet sich. Der Geruch von Popcorn steigt einem in die Nase. Es ist dunkel, nur die Bühne ist beleuchtet. Und dann heißt es „Manege frei“. Für diesen Moment tauschten die Schüler der Grundschule Nord Jülich und die des Standorts Welldorf ihr Klassenzimmer gegen die Manege des Circus Lollipop. Dieses Zirkusprojekt ist darauf ausgerichtet, Schulkinder innerhalb kürzester Zeit in Artisten zu verwandeln.

Unter der Leitung von Zirkusdirektor Patrick Brumbach und acht weiteren professionellen Artisten übten über 530 Kinder aus allen Altersstufen für ihren Auftritt. „Dabei konnten sich die Kinder zu Beginn selbst aussuchen, als was sie gerne auftreten würden“, erklärte Konrektorin Ursula Kück-Kukulies. Ihnen standen alle Möglichkeiten offen: Zauberer, Akrobat, Trampolinspringer, Clown, Jongleur, Seiltänzer, Trapezkünstler und Feuerspucker. Für die Proben blieb aber nicht viel Zeit; weniger als zwei Wochen.

Da so viele Schüler die Zirkusschule besuchten, wurden die Kinder in fünf Gruppen aufgeteilt, die jeweils eine Vorstellung gaben. Dabei trainierte jede Gruppe jeden Tag eine Stunde. „Wir sind sehr begeistert von den Kindern. Sie waren die ganze Zeit sehr motiviert und engagiert. Die Eltern und Lehrer haben tolle Vorarbeit geleistet“, sagte Brumbach.

Viele Helfer

Um das Projekt zu realisieren, waren auch viele freiwillige Helfer am Werk: „Ich muss mich bei den vielen Eltern bedanken, die beim Aufbau und der Verpflegung geholfen haben. Auch ein Dank an die Lehrer, die alle an einem Strang gezogen haben“, sagte Kück-Kukulkies.

Die ganze Mühe hat sich ausgezahlt. Vor rund 400 Zuschauern, vor allem Eltern, Großeltern und Geschwister der kleinen Artisten, zeigten die Kinder eine atemberaubende zweistündige Show. Am Ende der Vorstellung gab es von allen Rängen Standing Ovations.

Für den Circus Lollipop war es das zweite Engagement an der GGS-Nord. „Wir wollen das alle vier Jahre wiederholen, damit jedes Kind einmal in den Genuss kommt“, erklärte Kück-Kukulies. Auch Zirkusdirektor Brumbach, dessen Familie in sechster Generation Zirkus macht, war begeistert: „Ich hänge mit Herzblut an diesem Projekt, und ich bin begeistert davon, was die Kinder leisten. Wir wollen eine tolle Atmosphäre schaffen. Es soll ein ganz besonderer Moment für die Kinder sein.“ Neben dem Training für die Vorstellung sollten die Kinder auch etwas für die Zukunft lernen: „Sie sollen lernen zusammenzuarbeiten und an einem Strang zu ziehen“, sagte Brumbach.

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