Jülich - Mandolinenorchesters Rurtal: Die Flöte setzt dem Saitenklang das i-Tüpfelchen auf

Mandolinenorchesters Rurtal: Die Flöte setzt dem Saitenklang das i-Tüpfelchen auf

Von: brs
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Im schönen Ambiente der Jülicher Schlosskapelle bot das Mandolinen-Orchester Rurtal seinem Publikum beste musikalische Unterhaltung. Foto: B. Sylvester

Jülich. Beinahe schon andächtig hätte man die Stille in der Schlosskapelle nennen können: Obwohl bis auf den letzten Platz besetzt, der Fall einer Stecknadel wäre wohl hörbar gewesen, so gebannt lauschte das Publikum den Klängen von Mandolinen, Gitarren und Querflöte. Unter der Leitung von Stephan Hebeler hatte das Mandolinenorchester Rurtal 1928 Koslar zum Herbstkonzert in die Schlosskapelle eingeladen.

Mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ eröffnete das gut 20-köpfige Orchester sein Konzert, Kompositionen nicht ganz so berühmter Musikerkollegen wie Johann Joachim Quantz und Arcangelo Corelli schlossen sich an. Die Solorolle an diesem Abend gebührte Gerda Schwartz und ihrer Flöte, deren ebenso sanfte wie eindringliche Töne der gekonnten Orchesterdarbietung das I-Tüpfelchen aufsetzte. Mit begeistertem Beifall entließen die Zuhörer die Musiker in ihre wohlverdiente Pause.

Der zweite Teil des Konzerts, ebenso wie der erste von Hebelers so informativer wie teils amüsanter Moderation begleitet, gehörte den moderneren Komponisten. Den Auftakt, wiederum begleitet vom einfühlsamen Flötenspiel Gerda Schwartz‘, machte das Orchester mit einer Komposition von James Last: der einsame Hirte. Leise, besinnlich und fast schon traurig erklangen hier die Instrumente.

Mit Tschaikowskis „Sentimentalem Walzer“ und Paul Simons „Sound of Silence“ blieb das Mandolinenorchester dieser Linie treu.

Zum Abschluss des gelungenen Konzertabends nahmen die Musiker ihr Publikum dann noch mit auf einen musikalischen Ausflug in die Puszta – der traditionelle ungarische Czardas-Tanz lieferte die Grundlage für die gleichnamige Komposition des Italieners Vittorio Monti. Ursprünglich für Violine und Klavier gedacht, beweis das Rurtal-Orchester, dass sich das Stück auch für Gitarre und Mandoline hervorragend eignet.

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