Maler Luis Acosta stellt in der Zitadelle Jülich aus

Letzte Aktualisierung:

Jülich. Der spanische Maler Luis Acosta eröffnet am Samstag, 22. August, um 18 Uhr in der Galerie an der Zitadelle in Jülich seine Bilderausstellung.

Mit Luis Acosta stellt in Jülich ein bedeutender spanischer Künstler aus. Seine Werke wurden schon in vielen Ländern gezeigt.

„Nach einer Reise verlängern sich Erinnerungen, Erlebnisse und Gerüche, vervielfältigen sich, um sich dann mit der Zeit zu verflüchtigen. In Schubladen verweilen dann Landkarten, Postkarten und Fotografien von Architektur und Denkmälern, genauso wie Schnappschüsse von Blumen und ersonnenen Landschaften“, sagt Luis Acosta. Seit Anfang der 1980er Jahre bis heute dreht sich das künstlerische Schaffen des spanischen Malers, der in Toledo arbeitet, um Formen und Räume, die der Architektur eigen sind.

Dualistischer Charakter

Der Maler, der seine Inspirationen größtenteils auf Reisen erhält, bildet jedoch nicht einfach beispielsweise bekannte Gebäude berühmter Architekten ab, sondern verfremdet sie durchgängig durch Rasterung und Farbgebung. Dadurch wird das Statische und Mathematische, also eher Strenge und Intellektuelle ergänzt durch Farbkleckse und amorphe Gebilde, die wie zufällig wirken, den Werken aber gleichsam eine emotionale Komponente verleihen.

Die Bilder erhalten so einen dualistischen Charakter, der bewusst auf das taoistische Yin und Yang verweist, um die Komplexität der Welt und ihrer Wahrnehmung widerzuspiegeln.

Seit etwa zehn Jahren hat Acosta dieser Schaffensperiode einen weiteren Aspekt des Themas seiner Reisen hinzugefügt, nämlich die Verarbeitung von Landkarten und Stadtplänen, die allerdings wieder nicht einfach realistisch abgebildet werden, sondern deren Konturen sich durch Dopplungen und Spiegelungen zu bunten Blumengebilden fügen, die Bekanntes in neuem Licht erscheinen lassen.

Einige dieser Werke treiben das Spiel mit dem Reisen noch weiter, denn es sind große Postkarten, deren Rückseiten für den Absender und die Nachricht vorgesehen sind. Und so wird der Betrachter zum virtuellen Vollender dieser Werke, die die Fantasie auf Entdeckungsreisen schicken…

Etablierter Künstler

Luis Acosta, 1952 in Avila geboren, zählt zu den etablierten Künstlern der neo-abstrakten Kunstszene Spaniens. Seine Werke hängen in bedeutsamen Museen und Sammlungen wie dem Museo de Bellas Artes de Asturias, dem Centro Municipal de las Artes, Alcorcón (Madrid) oder der Sammlung Colección de Arte Contemporáneo de la Junta de Castilla y León.

Speziell für die Ausstellung in der Galerie an der Zitadelle hat er ein Werk gemalt, das den Hexenturm zum Thema hat. Das ist die sympathische Verneigung eines Spaniers vor einem historischen deutschen Gebäude, das uns allen sehr vertraut ist.

Die Einführung zur Ausstellungseröffung hält Erwin Klein. Die Finissage ist am Samstag, 19. September, um 18 Uhr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert