Maibrauchtum in Barmen: Ein Hauch verträumter Nostalgie

Von: jago
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Mit viel Beifall bedacht wurde das Königspaar Sebastian Trunzler und Cassandra Polich beim Festzug durch den Ort. Foto: Jagodzinska

Barmen. Die traditionelle Maikirmes des Mai-Clubs Barmen hätte zwar besseres Wetter verdient gehabt, aber selbst ein plötzlich einsetzender Hagelschauer, als der Festzug sich am Sonntag auf den Weg zum Königshaus gemacht hatte, konnte die ausgelassene Stimmung der Maiburschen nicht vermiesen.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten rund um die Maikirmes am Samstag mit dem Maibaumabholen an Schloss Kellenberg, gefolgt vom Zug des gesamten Clubs durch die Barmener Gaststätten. Wie üblich bewies die große Zuschauerzahl beim Aufstellen des mit über 1000 handgedrehten Kreppchrysanthemen geschmückten Baums am Spielplatz gegenüber dem Kindergarten, wie lebendig das alte Brauchtum in der heutigen Zeit noch sein kann, wenn sich ein Verein mit so viel Engagement einbringt.

Nach getaner Muskelarbeit bot sich bei der Premiere der Maiparty am Samstag in der Schützenhalle die beste Gelegenheit, gemeinsam mit den Dorfbewohnern und Gästen zu den Klängen der Coverband „Heartbeat“ zu feiern und den Durst zu stillen. Gut gestärkt machten sich die Junggesellen gegen Mitternacht auf den Weg, um die Häuser ihrer auserwählten Maifrauen mit Sträußen zu verzieren und in den frühen Morgenstunden die Dorfbevölkerung mehr oder weniger dezent auf ihre Werke aufmerksam zu machen.

Nach der Sonntagsmesse marschierten die Clubmitglieder zum Königshaus, um ihrem König Sebastian Trunzler die Ehre zu erweisen und die Krönung der charmanten Königin Cassandra Polich vorzunehmen. Viel Spaß hatte man bei der Ehrung verdienter Mitglieder, die Präsident Marc Bellartz gewohnt souverän in den feierlichen Ablauf integrierte.

Der Festzug am Sonntag bot nach den eingangs erwähnten Wetterkapriolen ein herrliches Bild. Es mutet immer ein wenig ungewohnt an, wenn junge Männer in feinster Aufmachung, ihre Damen in wunderbaren Festgewändern am Arm, sich beim Einreihen in die Zugordnung in alle Richtungen vor dem Publikum steif verneigen. Dennoch kann man sich dem Reiz der traditionellen Darbietung, die einen verträumten Hauch von Nostalgie und eine verloren gegangene Respektsbezeugung mit sich bringt, nur schwerlich entziehen.

Viel Beifall brandete auf, als das Königspaar in seiner Kutsche, die Ehrendamen mit Begleitern und viele fantasievoll dekorierte Gruppen sowie Musikkapellen durch die geschmückten Straßen zogen.

Die Stimmung in der Schützenhalle erreichte mit dem Königswalzer ihren Höhepunkt, als jedes Vorstandsmitglied die Königin galant zum Tanze bitten durfte. Am Kirmesmontag hieß es zunächst, an einer Messe teilzunehmen, es folgte der allseits beliebte Frühschoppen. Bei einem weiteren Festzug präsentierten die Vorstandsdamen und das Gefolge des Königspaares mit den Ehrendamen Samira Wüllenweber und Amelie Juhnke noch einmal ihre herrlichen Festkleider.

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