Märchenzauber und Zoofest ergänzen sich harmonisch

Von: ptj
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Ein Publikumsmagnet ist die Sonderfütterung: Hier dürfen Kinder die pflanzenfressende und gar nicht so widerborstigen Stachelschweine füttern. Foto: Jagodzinska
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Die Meerjugfrau (Gisa Stein) hat seit Anbeginn ihren festen Platz i9m Märchzenzauber.

Jülich. Trotz bewölkten Himmels und Nieselregens strömten zahlreiche Besucher zu Zoofest und „Märchenträumen“ in den Jülicher Brückenkopf-Park. Traditionell trugen bekannte Gesichter im Jülicher Land in passender Kostümierung im Halbstundentakt über das gesamte Gelände verteilt Märchen vor – beliebte und weniger bekannte.

Insgesamt wurden 27 Märchen an neun ausgesuchten Orten gelesen. So lauschten vor allem Kinder am inzwischen fertig gestellten Ziegengehege mit neuem Kontaktbereich dem „Wolf und den 7 Geißlein“, der „kleinen Meerjungfrau“ auf dem Kanusteg im Zoo oder „Wilhelm Busch“ im Pulvermagazin. Die Show- und Parodiegruppe „City Starlights“ aus dem Stolberger Kulturverein zauberte dreimal am Nachmittag „Max und Mary Plotter“ auf die Hauptbühne im Stadtgarten.

Als Appetitmacher zogen zuvor drei Darsteller als Bernhardiner, Fledermaus und Froschkönig umher und weckten das beabsichtigte Interesse, wenn auch manch begeistertes Kind die Fledermaus eher als Känguru sah. Auch Park-Geschäftsführer Hajo Bülles wurde in seinem Kostüm als gestiefelter Kater fälschlicherweise für einen Löwen gehalten.

Der größte Besucherandrang war nachmittags im Zoo zu finden. Dort stand zunächst eine Sonderfütterung der Erdmännchen, Stachelschweine, Luchse und Wölfe auf dem Programm, die in eine große Zooführung mündete. „Einmal durch den Zaun greifen, dann kommt das Stachelschwein, aber auf die Finger aufpassen“, ermunterte Zootierpfleger Jonathan Keck die jungen Gäste. Er reichte den Kindern Maiskolben, Trauben oder Paprika zur Fütterung der stacheligen Nager. „Wenn sie ihre Jungen aufziehen, essen sie auch schon mal ein Ei, sonst sind sie reine Pflanzenfresser“, informierte Keck die Zuschauer auf Anfrage.

Begeisternde Wölfchen

Erneut präsentierte Zootierleiter Henry Fischer den Gästen am Zaun die beiden angeleinten Polarwolfswelpen, wieder stieß er auf Begeisterung. Zum längeren Verweilen luden aber auch alle anderen putzigen Jung- und Kleintiere ein. An der Zoo-Rotunde wurden Kinder geschminkt, im Zoo wurden ihnen ihre Wunschtiere als Ballons modelliert und für sie gezaubert, im Zookernbereich durften sie auf Seide malen. Als beliebtes Angebot erwies sich erneut das Ponyreiten am Stall.

Auf ihrer Runde durch das Parkgelände wurden die Gäste in der Nordbastion von einem ganz anderen Märchen überrascht: Wilde Piraten um den berüchtigten Captain Joshua Flint probten bereits für das Riesenspektakel „Pirates“ Ende August. Mit dabei ist diesmal auch Andreas Hardt, bekannt als ausdrucksstarker Schauspieler der Jülicher „Bühne 80“, die Alexandre Dumas „Die drei Musketiere“ in das Piratengeschehen einweben wird.

Informationen über den Zoo lieferte der Jülicher Brückenkopfverein im Zookernbereich, weitere Informationen gab es im Lehrbienenstand im Flieg-Flatter-Summ-Garten. Kurzum darf man das Fest trotz der nicht ganz optimalen klimatischen Rahmenbedingungen getrost als gelungen bezeichnen, wenn auch Parkchef Hajo Bülles naturgemäß „gerne die doppelte Besucherzahl gesehen hätte“.

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