Mädchengymnasium zapft die Sonne an

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Auf den Flachdächern des MGJ,
Auf den Flachdächern des MGJ, das die Rur Energie mit Sonnenkollektoren bestückt hat: Schulleiterin Maria Bardenheuer (3.v.l.) und Landrat Wolfgang Spelthahn (3.v.r.) mit den Rur Energie-Verantwortlichen und weiteren Vertretern der Schule.

Jülich. Das Mädchengymnasium Jülich (MGJ) zapft die Sonne an. Die Anlage auf den drei Flachdächern des MGJ hat die Rur Energie GmbH, Düren, errichtet. Sie soll 54.000 kWh Strom pro Jahr produzieren, damit können rechnerisch 15 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden.

Eine mögliche Erweiterung ist bereits ins Auge gefasst worden, so dass das Gymnasium künftig noch höhere Pachtzahlungen erwarten kann.„Das ist hervorragend. Wir produzieren in unserer Schule jetzt nicht nur Strom, ohne die Umwelt zu belasten, sondern können dieses Zukunftsthema auch noch pädagogisch aufarbeiten”, sagte Maria Bardenheuer, Leiterin des MGJ, als sie die Verantwortlichen der Rurenergie in dem Privatgymnasium begrüßte.

Die Rur Energie wurde 2011 vom Kreis Düren und von der Sparkasse Düren gegründet. Sie soll durch Projekte den Klima- und Umweltschutz in der Region voranzutreiben, dritter Gesellschafter sind mittlerweile die Stadtwerke Düren. Realisiert wurden bereits der Solarpark Inden und ein Sonnenkraftwerk auf dem Dach des Schulzentrums Kreuzau. .

Eine elektronische Tafel im Eingangsbereich des MGJ wird künftig den 720 Schülerinnen und den Lehrern anzeigen, wie viel Strom die Sonne gerade auf ihrem Schuldach produziert, wie groß die bisherige Ernte der Photovoltaikanlage insgesamt ist und wie viel klimaschädliches Kohlendioxid der Umwelt erspart bleibt.

„Es ist ein Glücksfall, dass wir das Dach des Mädchengymnasiums nutzen können”, stellte Wolfgang Spelthahn (CDU), Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft, bei der Ortsbesichtigung fest. „Die Schülerinnen erleben die Nutzung von Sonnenstrom nun in ihrem Alltag und sind in ihrem Umfeld sicher die besten Botschafter für erneuerbare Energien und die Rurenergie.”

Insgesamt 252 Module sind auf den Ständern montiert. „Alle Anlagenteile stammen aus Europa”, betonte Alfred Göbel, Chef der Montagefirma aus Düren. In nur zwei Wochen hatten seine Mitarbeiter die Kollektoren montiert und angeschlossen. Gut 60 Kilowatt-Peak beträgt die installierte Leistung. Der Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist, wofür die Rurenergie einen festen Preis je Kilowattstunde erhält. Im Gegenzug zahlt sie der Schule eine Pacht für die Dachnutzung. „Auf diese Weise profitiert das MGJ auch finanziell von dem Projekt”, bilanzierte Sparkassen-Vorstand Udo Zimmermann.

Und das über viele Jahre, wie Heinrich Klocke, Geschäftsführer der Stadtwerke Düren, ergänzte: „Die Solarmodule liefern sicher 20 und mehr Jahre zuverlässig Strom, ohne die Umwelt zu belasten.”

Derzeit verbraucht das MGJ jährlich etwa 135.000 kWh Strom, also deutlich mehr als auf den Dächern produziert wird. Doch beim Ortstermin sprachen die Rur Energie-Verantwortlichen mit der Schulleiterin und Schulträgervertreterin Dr. Barbara Schellenberger bereits über eine Erweiterung.

Demnächst wird ein weiteres Flachdach saniert, auf dem ebenfalls Solarmodule montiert werden könnten. „Vielleicht”, so der Landrat, „gelingt es ja auch, dass das Mädchengymnasium energieautark wird.”
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