„Made in Jülich“: Vollblutkräfte aus den eigenen Reihen am Start

Von: Kr.
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Die zweite Runde der Ausstellungsreihe „Made in Jülich“ gehörte ausschließlich den kunstfertigen Frauen: Christel Jäschke (v.l.), Mirjana Stein-Arsic und Gabriele Rahier präsentierten ein Wochenende lang ihre Arbeiten im Hexenturm. Foto: Kròl

Jülich. Die zweite Runde der Ausstellungsreihe „Made in Jülich“, die der Jülicher Kunstverein mit Künstlern aus den eigenen Reihen gestaltet, hat begonnen. Christel Jäschke, Gabriele Rahier und Mirjana Stein-Arsic zeigen ihre Arbeiten im Hexenturm und verdeutlichen, wie schon die Künstler des vergangenen Wochenendes, auf welch hohem Niveau die Schaffenskraft im Kunstverein angesiedelt ist.

So unterschiedlich wie die Künstlerinnen selbst sind auch ihre Arbeiten. Buchstäblich in Farben schwelgt Gabriele Rahier. Dabei ist es der Mensch, der in ihren Darstellungen im Vordergrund steht. Farbintensive Gestalten, die sie hinter Masken versteckt und denen sie bestimmte Charaktermerkmale aufdrückt und von denen jede ihre eigene Geschichte erzählen kann, springen dem Betrachter ins Auge.

Daneben gibt es filigran strukturierte Bilder von Stadtlandschaften, in denen diese Gesichter ebenfalls auftauchen. Ganz feine und zarte Gebilde sind dagegen ihre 3D-Arbeiten. Winzig kleine, bunt bemalte Figuren schneidet sie aus Papier aus und klebt sie in verschiedenen Ebenen zu Bildern zusammen. Dabei arbeitet Rahier sich allmählich vom Vorder- zum Hintergrund vor.

Vom Material inspiriert

„Es macht mir Spaß aus Dingen, die niemand mehr braucht, etwas Ästhetisches herzustellen“, erklärt Christel Jäschke. Sie sammelt Stoffe, Pappe, alte Illustrierte, Material aus der Natur und lässt sich zunächst von diesem Material und von Farbe zu ihren Kollagen inspirieren. Auf diese Weise entstehen leichte und luftige Kollagen sowie auch geheimnisvolle Bilder, in denen der Betrachter seinen eigenen Hintergrund finden kann.

Mirjana Stein-Arsic zeigt ebenfalls einige Kollagen, deren Technik ein Zufallsprodukt ist und die aus normaler Haushalts-Alufolie oder auch mit Silberfolie hergestellt werden. Teilweise wird diese Folie übermalt oder ins Bild integriert, was sehr schöne zufällige Kompositionen ergibt. Dass sie auch in der gegenständlichen Malerei durchaus zu Hause ist, zeigt eine Serie zum Thema schwarz-rot. In der Natur hat sie hier die Anregung gefunden und auf Großformat Kirschen festgehalten. Ihr Spezialgebiet aber sind verschiedene Drucktechniken von Radierungen mit chinesischer Papiertechnik, bis hin zu Aquatinta, von denen sie ebenfalls einige Arbeiten präsentiert.

„Wir stellen hier drei Vollblutkünstlerinnen von hoher Professionalität. Sie stehen dem in nichts nach, was wir ansonsten von außen in den Hexenturm holen“, erklärte Kirsten Müller-Lehnen, die Vorsitzende des Kunstvereins. Sie betonte außerdem, dass diese Ausstellungsreihe zeigen soll, dass der Hexenturm mit Leben gefüllt ist und sich hier Jülicher für Jülicher engagieren.

Mirjana Stein-Arsic unterstrich diese Worte als sie sagte: „Die Jülicher wollen die Jülicher sehen und wir hoffen, dass uns der Hexenturm erhalten bleibt. Der Kunstverein gehört zu Jülich und der Hexenturm ist sein Markenzeichen.“

Inspirierend wirkten solche gemeinsamen Ausstellungen, findet Christel Jäschke. Ihre Künstlerkollegin Gabriele Rahier ergänzt: „Das tut einfach der Seele gut“.

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