Linnich - Lydie Bongi: Kraft schöpft sie aus dem Gesang

Lydie Bongi: Kraft schöpft sie aus dem Gesang

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Auch Töchterchen Rebecca liebt es, wenn ihre Mama für sie singt. Foto: Król

Linnich. Unter ihren Landsleuten ist Lydie Bongi längst keine Unbekannte mehr. Immer wieder, und dies weit über die Region Aachen hinaus, wird sie gebeten, Gottesdienste und Feierlichkeiten, wie beispielsweise Hochzeit oder Taufe, mit ihrem Gesang zu verschönen. Gemeinsam mit ihrem Ensemble „Le Rocher des Ages” hat sie kürzlich eine CD aufgenommen. Für den 16. Mai ist in Aachen ihr erstes großes Konzert geplant.

Es sind überwiegend kirchliche und religiöse Lieder aus ihrer Heimat, der Demokratischen Republik Kongo, die sie singt. Doch auch Gospels und Spirituals gehören zu ihrem Repertoire. Eines ist ihr wichtig: Lydie Bongi, die am 15. Juli 1977 in Kinshasa geboren wurde, singt nur zur Ehre Gottes. Dabei war sie in ihrem Leben bisher wahrhaftig nicht auf Rosen gebettet.

Schon früh hatte sie ihre Eltern verloren und lebte bei einer Tante. Die Zustände in ihrem Land haben tiefe Spuren hinterlassen, und so machte sie sich im Jahre 2000 auf nach Frankreich. Bei einem Onkel in Montpellier fand sie Unterschlupf und half dort im Haushalt und bei der Erziehung der Kinder mit. Dabei hatte sie einmal viel größere Pläne für ihr Leben. In Kinshasa hatte sie mit dem Medizinstudium begonnen, das sie aber in Europa aus Geldmangel nicht fortsetzten konnte.

Wie schon in ihrer Heimat, wo sie seit ihrem sechsten Lebensjahr im Chor gesungen hatte und zeitweise auch Gesangsunterricht erhielt, war es ihre Musik, die sie aufrecht hielt. In Frankreich traf sie auch ihren heutigen Ehemann Frederic, der ebenfalls aus dem Kongo stammte, seit 1992 in Gevenich lebte und häufig seine Landsleute in Frankreich besuchte. Auch sie kannte ihn noch aus Kinshasa, aber die Liebe kam erst in Montpellier ins Spiel.

Sehr wohl fühlt sich die junge Familie in ihrer neuen Heimat. Lydie Bongi genießt vor allem die geordneten politischen Verhältnisse in Deutschland und neben ihren zahlreichen afrikanischen Bekannten hat das Paar einen großen deutschen Freundeskreis aufgebaut. Sie stehen den jungen Leuten in vielfältiger Weise mit Rat und Tat zur Seite.

Besonders nötig wurde dies, als die Sängerin im vergangenen Jahr schwer erkrankte. „Dies war die schlimmste Zeit in meinem Leben, und nur Gott hat mir die Kraft gegeben, dies zu überstehen”, sagt die junge Frau. Dass sie so viel schneller wieder geheilt wurde, als die Ärzte erwarteten, schreibt sie nicht zuletzt ihren eigenen und den Gebeten der vielen Menschen zu, die ihr in dieser Zeit zur Seite standen.
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