Lutz Görner und Nadia Singer bringen Beethoven und seine Musik näher

Von: Kr.
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Nadia Singer und Lutz Görner stellten das Leben und die Musik Ludwig van Beethovens in Jülich vor. Foto: Kròl

Jülich. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate waren Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer mit ihrem Programm „Ludwig van Beethoven - Sein Leben - seine Musik“ in der Jülicher Schlosskapelle zu Gast.

War bei der ersten Veranstaltung die Schlosskapelle der Zitadelle bis zum Bersten gefüllt, war es nun, wie der Rezitator feststellte, gemütlicher und heimeliger. Er widmete sich auch an diesem Abend wieder ausführlich dem Leben des großen Komponisten, während Nadia Singer seine Ausführungen mit seiner Musik umrahmte. Beethoven zählt, so berichtete Görner, ebenfalls zu den großen Musikern, die sich um Franz Liszt herum bewegten, denn ihnen allen widmet Görner seine Arbeit.

Liszt war wohl Beethovens größter Fan. Im Alter von elf Jahren lernte er den Komponisten persönlich kennen und tat seine Bewunderung für ihn in seinem Konservationsbuch kund. Liszt besaß eine Totenmaske Beethovens und auch sein letztes Klavier kam bei ihm zu neuen Ehren. Bewegendes, Interessantes, Humoriges und auch Ergreifendes, denn der Musiker war trotz seines Genies ein einsamer und gequälter Mensch, brachte Görner zur Sprache. Er begann mit dem Ende, Ludwig van Beethovens Tod am 29. März 1827, und seiner Beerdigung einige Tage später.

Dazu ließ Nadia Singer den Trauermarsch, die Sonate As-Dur op.26, erklingen und unterstrich mit den kraftvollen, gequälten Tönen die düstere Stimmung, die Görner mit seinen Worten herauf beschwor. Anschließend berichtete er von der traurigen Kindheit und Jugend des Komponisten, seiner Zeit in Bonn und später in Wien, er ließ das Leben und Wirken Revue passieren, dass schließlich in einer schweren Krankheit und mit 56 Jahren endete. So schloss sich der Kreis, zu dem Görner und Singer die entsprechenden Musikstücke ausgewählt hatten. Bei diesem literarischen Klavierabend stand neben dem Totenmarsch die Sonate op.110 2. Satz, Rondo C-Dur WoO48, die Waldsteinsonate 3. Satz, die Sonate op. 10 Nr. 2, der 3. Satz der Mondscheinsonate, Adelaide, die Hammerklavier Sonate 2. Satz, Sonate Pathetique 2. Satz und Appassionata auf dem Programm.

Hervorragend brachte die junge Pianistin diese Musik zum Ausdruck, vermittelte dabei ein Gefühl der Kraft, die darin liegt, aber auch der Zerrissenheit, die den Komponisten zu Lebzeiten umtrieb. Das Jülicher Publikum kann sich auf den nächsten Klavierabend mit Lutz Görner und Nadia Singer freuen. Am 26. April sind sie wieder in Jülich zu Gast mit ihrer italienischen Nacht, bei der sie Musik und Texte aus Italien mit Komponisten wie Rossini, Donizetti, Bellini, Paganini und Liszt sowie Gedichte von Heine präsentieren.

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