Luftschutzstollen: Anwalt denkt über eine Klage nach

Von: ahw
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Aldenhoven. Weiterhin ungeklärt sind die Haftungsfragen im Zusammenhang mit einem Luftschutzstollen an der Siersdorfer Straße in Schleiden, der im Sommer vergangenen Jahres zusammengebrochen war.

„Wir überlegen, zu klagen“, sagt der Aldenhovener Rechtsanwalt Markus Mingers, der die betroffenen Anwohner des eingebrochenen Stollens vertritt, die sich vom Kreis Düren und der Gemeinde Aldenhoven vertröstet fühlen und die Gefahr sehen, dass sie am Ende allein im Regen stehen bzw. auf ihren Folgeschäden von insgesamt rund 65.000 Euro sitzen bleiben. Rechtsanwalt Mingers gibt an, dass seit dem letzten Runden Tisch im September 2013 zig Anfragen ins Leere gelaufen seien.

Der Kreis Düren hatte seinerzeit die Kosten für die Stollenverfüllung – rund 150.000 Euro – vorläufig übernommen und sodann versucht, vergleichbar der Situation in Salzgitter Bund oder Land an den Kosten zu beteiligen. „Nach geraumer Zeit stand fest, dass weder Land noch Bund sich an den Kosten beteiligen würden, da aus deren Sicht keine Rechtspflicht zur Kostenerstattung besteht“, informierte Kreissprecher Josef Kreutzer auf Anfrage unserer Zeitung über den weiteren Fortgang. Zudem sei in einer Gesprächsrunde mit diversen Abgeordneten erörtert worden, ob Kreis und Kommune sich nicht an den Kosten beteiligen könnten. Eine Entscheidung dazu liege indes bislang nicht vor. Aldenhovens Bürgermeister Lothar Tertel begrüßt es, dass der Kreis im Wege der Gefahrenabwehr die Kosten für Begutachtung und Verfüllung der Stollen vorläufig übernommen hat.

Da die Gemeinde nach derzeitigem Stand ein Verschulden verneint, würde die mögliche Kostenübernahme eine freiwillige Leistung bedeuten, die vom Rat zu genehmigen sei. Der habe sich zuletzt am 21. August mit dem Thema eingehend befasst, habe aber keinen Beschluss getroffen, da die rechtliche Prüfung noch nicht abgeschlossen sei.

Rechtsanwalt Mingers dagegen kreidet der Gemeinde Versäumnisse an. Ausweislich der Akten in sei der Luftschutzstollen bekannt gewesen, es aber sei versäumt worden, den Kreis als Baugenehmigungsbehörde zu informieren.

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