Lokalmatadorin dominiert Jülicher Springturnier

Von: ma.ho.
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Natalie Destree-Kradepohl mit ihrem Pferd Easy Kolibra Mo, ging als Siegerin im S-Springen und erfolgreichste Teilnehmerin überhaupt aus dem Turnier hervor. Foto: Horrig

Jülich. Drei Tage lange drehte sich auf dem Jülicher Turnierplatz an der Rur alles um den Pferdesport. Der Reit- und Fahrverein Jan von Werth hatte eingeladen und eine Vielzahl an Teilnehmern nutzte dieses Springturnier als geschätzte Plattform für ambitionierte Nachwuchsreiter oder renommierte Springreiter aus dem rheinischen Gebiet.

Eine von vielen Helfern im Vorfeld bestens präparierte Anlage sowie nahezu ideales Wetter legten den Grundstock für hochklassigen Springsport. Aus Nah und Fern reisten die Zuschauer an, um dem Erlebnis beizuwohnen.

20 Springprüfungen, vom Führzügelwettbewerb bis hin zum Springen der schweren Klasse S, standen auf dem dreitägigen Programm, das am Freitag mit den Springprüfungen für den Pferdenachwuchs begannt. Hierbei galt es für die jungen Pferde sich den kritischen Augen sachkundiger Wertungsrichter zu stellen, die die Ausbildung und Eignung des Tieres für den späteren Einsatz in Springprüfungen beurteilten.

Das Turniergeschehen setzte sich Samstagmorgen mit spannenden Springen der Klassen E, A und M fort, bevor dann die routinierteren Reiter zum späten Nachmittag hin ihre Pferde zu einem Springen der Klasse S sattelten. Viele namhafte Reiter aus dem Rheinland beteiligten sich an dieser Springprüfung, darunter auch Gilbert Tillmann aus Grevenbroich, der 2013 auf Hello Max das traditionsreiche Springderby in Hamburg gewann. Neben den jüngsten Teilnehmern, die ihr Erlerntes am Sonntag in der Führzügelklasse unter Beweis stellten, wurde mit einer Ü 30-Prüfung auch an die älteren Reiter gedacht.

Die Umbauphase nutzte zur Freude der Besucher die Jülicher Voltigiergruppe, unter der Leitung von Diana Heister, Pächterin der Jülicher Reitanlage, um ihr Können auf dem Pferderücken zu demonstrieren. Den Höhepunkt der Jülicher Reitertage bildete das sonntägliche Springen der Klasse S mit Siegerrunde, großer Preis des Porsche Zentrum Aachen, zu der sich zahlreiche Zuschauer auf dem Turniergelände einfanden.

Hier setzte sich Lokalmatadorin Natalie Destree-Kradepohl auf ihrem Pferd Easy Kolibra Mo mit 0 Fehlern und einer Zeit von 37,77 Sekunden in einer spannenden Siegerrunde vor Frederic Tillmann (Grevenbroich) mit Qandor de Pilenie und Carsten Lux (Rodebachtal) durch. Als Parcoursbauer standen wie in den vergangenen Jahren Michael Johnen und Nicole Hebmüller bereit. Beide wussten einen kniffligen, aber für Pferd und Reiter fairen Parcours zu erstellen.

Die Turnierleitung lag in den bewährten Händen von Matthias Wickerath, der sich über die hohe Teilnehmerzahl des Springturniers mit über 1200 Nennungen freute. „Das zeigt, dass das Jülicher Reitturnier auch weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt ist.“ An dieser Stelle möchte sich der Vorstand des Vereins auch bei allen Sponsoren bedanken, ohne die ein Turnier in dieser Größenordnung gar nicht möglich wäre. Ein gesonderter Dank ging an das Porsche-Zentrum Aachen, das seit Jahren das Jülicher Reitturnier wohlwollend unterstützt.

Neben den normalen Prüfungen fanden auch einige Wertungsprüfungen für die Ermittlung der Kreismeister in den verschiedenen Leistungsklassen sowie zur Ermittlung der Vereinsmeister statt. Die Kreismeisterschaft konnte die Mannschaft des RuFV Jan von Werth Jülich den KV Mannschaftstitel für sich erringen und wurden Kreismeister-Mannschaft des Jahres 2015.

Sowohl die Jülicher Amazone Natalie Destree-Kradepohl als auch der Jülicher Reiter Mihai Canta wurden für ihre sportliche Leistung geehrt, da sie den RuFV Jülich in nationalen und internationalen Prüfungen bis weit über die Landesgrenze hinaus vertreten. Weiterhin wurde das langjährige Mitglied des Vereins Hans Lanckohr, der viele Jahre 2. Vorsitzender war, für seine Verdienste vom Vorsitzenden Engelbert Keuten geehrt.

Hans Lanckohr, ehemaliger Landwirt aus Jülich, erzielte in Aachen mit seinen Pferden Astor und Titan in den 50er Jahren große Erfolge in nationalen und internationalen Reitturnieren wie 1956 ein 6. Platz hinter Fritz Thiedemann (4.) in Hamburg. Dank guter Vorbereitung und der Hilfe zahlreicher Freiwilliger konnte dieses Turnier einmal mehr als gute Werbung für den Springsport gebucht werden.

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