Schophoven - Löschgruppe Schophoven feiert 90-jähriges Bestehen

Löschgruppe Schophoven feiert 90-jähriges Bestehen

Von: jago
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Löschgruppenführer Wilhelm Odenthal (im Fahrzeug) freut sich mit seinen Kameraden auf die Übernahme des 61 Jahre alte Löschfahrzeugs. Schirmherr Wolfgang Spelthahn (4.v.r.), Bürgermeister Jörn Langefeld (Mitte) und Ortsvorsteher Matthias Hahn (3.v.r.) feierten mit den Wehrleuten und vielen Gästen das runde Jubiläum. Foto: Jagodzinska

Schophoven. Anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens hatte die Löschgruppe Schophoven der Freiwilligen Feuerwehr Inden zu einem Feuerwehrfest in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen.

Besonderer Blickfang war ein 61 Jahre altes Löschfahrzeug, dessen Restaurierung weit fortgeschritten ist und das die Löschgruppe erwerben möchte. Eingesetzt werden soll der Oldtimer für Aktionen, die der Kameradschaftspflege förderlich sind.

Dass dieses Anliegen Unterstützung verdient hat, wurde in den Ansprachen zu Beginn des Festes überdeutlich. So nutzte Landrat Wolfgang Spelthahn, gleichzeitig Schirmherr der Veranstaltung, die „gute Gelegenheit, einfach danke zu sagen für die ungeheure Leistung, die hier erbracht wird“.

Es seien nicht nur die Aufsehen erregenden Fälle, in denen die Wehrleute sich in den Dienst der Allgemeinheit stellten, auch das einfache Beseitigen einer Ölspur zähle zu den notwendigen Einsätzen.

In seiner Laudatio erinnerte er daran, dass das System Freiwillige Feuerwehr sich allgemein in Deutschland zu einem Erfolgsmodell entwickelt habe, wie es in dieser Form nur in ganz wenigen anderen Ländern existiere.

Neben der gesellschaftlichen Anerkennung sei unter anderem auch die Bereitschaft von Unternehmen wichtig, Freistellungen von Mitarbeitern in Einsatzfällen zu akzeptieren. Sehr erfreut zeigte sich der Schirmherr über die hervorragende Jugendarbeit. „Feuerwehr ist kein Hobby, es verbietet sich jeder Vergleich mit Vereinsarbeit“, verdeutlichte Indens Bürgermeister Jörn Langefeld den Stellenwert der Freiwilligen Feuerwehr in einem funktionierenden Gemeinwesen und ergänzte: „Bei der Feuerwehr handelt es sich um eine Truppe von Spezialisten, die ihr Handwerk verstehen müssen.“ Für sein abschließendes Versprechen, er werde alles zur Verfügung stellen, was möglich sei, erhielt er großen Beifall der anwesenden Wehrleute.

Konkrete Probleme

Ortsvorsteher Matthias Hahn ging kurz auf den ersten Teil des Mottos aller Feuerwehren „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ ein. Damit sei der göttliche Auftrag ausgedrückt, die Not des Nächsten zu erkennen und zur eigenen zu machen.

Nach den Laudatoren und Gratulanten ließ Löschgruppenführer Wilhelm Odenthal vergangene Zeiten in einem Bildvortrag aufleben. In der Gegenwart angekommen, sprach er konkrete Probleme an. Ein Kritikpunkt galt der Aussetzung des Brandschutzbedarfsplans der Gemeinde Inden. Dadurch sei in Schophoven die feuerwehrtechnische Sicherung im Bedarfsfall gefährdet.

Für die Kinder war die obligatorische Hüpfburg im Einsatz, zudem gab es viel Spaß bei der „Kinderfeuerwehrolympiade“, bei der fünf Aufgaben gelöst werden mussten. Als Belohnung gab es für alle Teilnehmer Medaillen.

Das Feuerwehrfest ging fließend über in ein Oktoberfest mit Münchener Bier, einer Cocktailbar und Leberkäse mit Bratkartoffeln und Spiegelei.

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