Locken bald Erdmännchen zum Besuch im Jülicher Zoo?

Von: ptj
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Vorsitzende Eva Behrens-Hommel
Vorsitzende Eva Behrens-Hommel erhält einen Blumenstrauß als Anerkennung von Parkchefin Dr. Dorotheé Esser. Foto: Jagodzinska

Jülich. 252 Mitglieder zählt der Brückenkopfverein, der sein 50-jähriges Bestehen feiert. In der Jahreshauptversammlung berichtete Schatzmeister Jörg Börsch von einem Vereinsvermögen von knapp 14 000 Euro im Rechnungsjahr 2010, das im laufenden Geschäftsjahr trotz vermehrten Investitionen knapp gehalten werden konnte.

Erfreulich ist laut Geschäftsführerin und Patenschaftsbetreuerin Cordula Hein die „exorbitante Summe” von 1870 Euro, die dank Flyern und Tageszeitungsberichten im Rahmen von Patenschaften zusammengekommen sind. Paten seien für alle Arten von Vögeln, Esel, Rotwild und Zwergziegen gefunden worden. Im Vorjahr waren für Patenschaften „nur” 750 Euro gespendet worden.

Wie Vorsitzende Eva Behrens-Hommel erfreut berichtete, hat die Sparkasse Düren darüber hinaus gerade 4000 Euro gespendet, die der Brückenkopf-Verein auf 5000 Euro aufrundet. Der Betrag soll in ein neues Stahlgeländer für Ponys und Esel investiert werden, wofür 10.000 Euro kalkuliert seien.

Laut Parkchefin Dr. Dorothée Esser sind im laufenden Jahr bereits 30.000 Euro in den Zoo investiert worden. Der größte Posten sei der Weiherrücklauf zum Entengehege gewesen. Des Weiteren standen unter anderem Reparaturen von Kühlhaus und Sprechanlagen, Erneuerungen von Zäunen oder der Elefantenwippe an. Zudem seien Vogelkäufe getätigt worden.

Dabei ist es interessant zu wissen, dass ein Kiebitzpärchen 350 Euro, ein Wiederhopfpärchen sogar 500 Euro kostet. Detailreich gestaltete sich der Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden. Sie beklagte den Verlust von insgesamt 140 Zootieren, hauptsächlich Vögel, die von Marder, Wiesel oder Raubvögeln angefallen worden waren. Dabei sollen mit Elektrodraht gesicherte Volieren in Zukunft abhelfen. So manches Zicklein oder Gänslein sei auch gestohlen worden.

„Gerade dort, wo Zoovögel brüten”, plane die Tennisvereinigung Blau-Weiß die Anlage eines neuen Platzes. In diesem Zusammenhang herrsche noch Diskussionsbedarf. Eine neue Verordnung erfordere zudem Chips für Hufer - ein weiterer Kostenfaktor. Eva Behrens-Hommel berichtete ferner über eine „große Aussendung” von 118 „Bettelbriefen” im Juli, auf die 21 Angeschriebene reagierten.

400 Euro für die Tiere seien „ausschließlich durch Spenden und Anzeigen” eingenommen worden. Sehr schön seien der erste Patentag auf Einladung des Vereins zu ihren Patentieren und der Abonnententag unter Leitung des neuen Tierpflegers Henry Fischer verlaufen. Die Krankheit des gerade verstorbenen Caspar Franken - sein Tod wurde im Übrigen in der Versammlung sehr bedauert - sei bereits bekannt gewesen. Deshalb wurde mit Markus Schiffer ein weiterer Tierpfleger eingestellt.

Fischer stellte sich im Anschluss vor: Der 42-Jährige startete seine Tierpfleger-Laufbahn als Revierpfleger der großen Heufresser im Tierpark Aachen und wechselte 2002 in die Niederlande, wo er beim Aufbau von Tierabteilungen half. Aus familiären Gründen kam er nach Deutschland zurück und bewarb sich beim BrückenkopfPark, der ihm „nicht unbekannt” war. Seine neue Arbeit bezeichnete er als „schön, klein und überschaubar”.

Ihm sei aber deutlich geworden, „dass sich im Park etwas verändern muss”. Seine Ideen, „keine Visionen, die aber noch auf ihre Genehmigungsfähigkeit überprüft werden müssen”, sind folgende: Durchaus machbar befand er unter anderem eine kleine Katti-Affen-gruppe oder „Erdmännchen” als Publikumsmagnet, ein teilweise begehbares Ziegengehege als Streichelzoo oder die Ansiedlung von europäischen Flamingos innerhalb der Defensiongalerie. Fischer wird laut Esser „Zooleiter, wenn Herr Kehl in Rente geht”.
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