Jülich - Lob für den Schulkonsens und die Bestellung von Jens Bröker

Lob für den Schulkonsens und die Bestellung von Jens Bröker

Von: jago
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Frühjahrsempfang des SPD-Orts
Frühjahrsempfang des SPD-Ortsvereins Jülich: Im Glashaus referierte der Vize-Landesvorsitzende Jochen Ott, zur Bildungspolitik.

Jülich. Am letzten Märzsonntag lädt der SPD-Ortsverein Jülich traditionell Mitglieder, Freunde und politisch Interessierte zum Frühjahrsempfang in das Glashaus des Brückenkopf-Parks ein. Bei der achten Veranstaltung begrüßte erstmals OV-Vorsitzender Harald Garding die zahlreichen Gäste.

In seiner kurzen Ansprache thematisierte er die anstehenden Landtagswahlen und rief angesichts „verstärkt aufkommender brauner Aktivitäten” zur aktiven Teilnahme auf: „Animieren Sie andere Leute, wählen zu gehen.”

Dietmar Nietan, Vorsitzender des SPD Unterbezirks Düren und Mitglied des Bundestags, bekräftigte die Berufung des anwesenden Parteigenossen Jens Bröker zum hauptamtlichen Indeland-Geschäftsführer als „eine richtige und gute für unsere Region”, ebenso sei das angestrengte „Verfahren zur Überprüfung richtig”.

Weiterhin forderte er die Verantwortlichen in Jülich auf, ebenso deutlich Stellung zu beziehen bei der Entscheidung zum Umgang mit den Brennelemente-Kugeln. Mit Blick auf den NRW-Schulkonsens sprach er den beteiligten Politikern ein Lob aus und erwartet von den Schulleitern, nicht in eine „Wagenburgmentalität” zu verfallen.

Fester Bestandteil des Empfangs ist der Besuch eines hochrangigen Politikers, der zu aktuellen Themen referiert. Diesmal sprach der stellvertretende Vorsitzende der SPD in Nordrhein-Westfalen und Landtagsabgeordnete Jochen Ott zum Thema „Bildungspolitik in NRW”. Seine Behauptung zum Einstieg lautete: „Die Krise hat die Menschen massiv verunsichert.”

Im gleichen Atemzug griff der Bildungspolitiker die gesellschaftliche Entwicklung an, in der sich die „kurzfristige Profitmaximierung zu Lasten der sozialen Erungenschaften durchgesetzt” habe. Hauptthemen seines Referats waren die Bildungspolitik, insbesondere die im Schulkonsens getroffene Entscheidung zugunsten der Sekundarschule, und die angestrebte Inklusion.

Dass immer noch die Herkunft und das Umfeld großen Einfluss auf die Bildungschancen von Kindern hätten, sei eine Schande für eine zivilisierte Gesellschaft, kritisierte Ott scharf, verbunden mit dem Aufruf: „Wir müssen dafür sorgen, dass alle Kinder nach oben gefördert werden.”

Fördergelder dürften nicht „nach Himmelsrichtungen” entschieden werde, sondern müssten dorthin fließen, wo sie tatsächlich benötigt würden. Als Beispiel nannte er Schulen in Brennpunktgebieten. Mit viel Beifall stimmten die Gäste dem Vortrag mit dem an alle gerichteten Abschlusssatz zu: „Wir müssen die Ehrlichkeit in die Debatte zurückholen!”
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