Linnich - Literarische Matinee zu Heinz Erhardt

Literarische Matinee zu Heinz Erhardt

Von: Kr.
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Mit viel Witz, wie es dem großen Humoristen gebührt brachten Erwin Steinebach, Ruth Tavernier, Gudrun Kaschluhn und Helga Steinebach ihren Zuhörern Heinz Erhardt näher. Rechts im Bild Susanne Kalkowski Foto: Susanne Kalkowski

Linnich. „Frauen sind die Juwelen der Schöpfung. Man muss sie mit Fassung tragen“ oder „Frauen sind wie Löschpapier. Sie nehmen alles in sich auf und geben es anschließend verkehrt wieder“. Solche und ähnliche Sprüche können nur von einem Komödianten und Dichter stammen.

Heinz Erhardt hat sich des Öfteren dem Thema Frauen gewidmet, und so mancher Ausspruch, der auch heute noch gerne zitiert wird, entsprang der Feder des großen deutschen Humoristen.

Auch noch fast 40 Jahre nach seinem Tod hat er eine große Anhängerschaft, wie die Resonanz auf die literarische Matinee der Volkshochschule Jülicher Land im Rathaussaal der Stadt Linnich bewies. Ausverkauft war diese Veranstaltung, die Gudrun Kaschluhn, Leiterin der VHS-Kurse „Literatur im Fokus“ in Jülich und „Literaturzirkel Linnich“ ganz unter dem Motto „Heinz Erhardt und die Frauen“ gestellt hat.

Frauen ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Leben und sein künstlerisches Schaffen. 1909 in Riga geboren, war es wohl die Großmutter, die seine ersten Jahre prägte, denn bei ihr wuchs er auf. Seine Mutter spielte da die kleinere Rolle. Größere Bedeutung kam dem Kindermädchen zu. Dann folgte das Fräulein Daß, seine erste Lehrerin, doch ansonsten soll die Schule kein Erfolg gewesen sein. „In der Schule war kein Fortkommen, also machte ich, dass ich fortkam“, lautete einer seiner Sprüche zu diesem Thema.

Es folgte eine Ausbildung zum Musikalienhändler und ein Musikstudium. Mehr recht als schlecht trieb er seine künstlerische Laufbahn voran. 1934 lernte er dann die Liebe seines Lebens, Gilda Zanetti, kennen, die er später auch heiratete. Sie sorgte dafür, dass er Riga verließ, und endlich stellte sich auch der Erfolg ein.

Sein trauriges Gesicht wurde zu seinem Markenzeichen, und die Kunst, aus nichts etwas zu machen, bescherte ihm den Erfolg. Dabei beruhte alles, was auf der Bühne und später auch im Fernsehen so spontan wirkte, auf harter Arbeit. Humor war für den Künstler eine ernste Sache, und gerne bezeichnete er sich als Schwerstarbeiter in Sachen Humor.

Gedichte und Lieder wie beispielsweise das „Fräulein Mabel“ oder „Tante Hedwig“, festigten seine Erfolge.

Heinz Erhardt drehte 39 Filme im Laufe seines Lebens. Er veröffentlichte Bücher und Texte, war im Radio zu hören, stand auf Theater- und Kabarettbühnen.

Eine gelungene Auswahl seiner zahlreiche Texte hatte Gudrun Kaschluhn sowie Helga und Erwin Steinebach und Ruth Tavernier ausgewählt. Mal waren es Originalaufnahmen, mal aber auch lasen die drei Mitstreiter aus den Literaturkursen. Ihnen gebührt ein dickes Lob brachten sie doch die Texte sehr lebendig und mitreißend rüber, was dann die gesamte Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis werden ließ. So wurde es dann auch tatsächlich ein sehr amüsanter Vormittag, wie Susanne Kalkowski, Fachbereichsleiterin Kultur der VHS Jülicher Land in ihrer Begrüßung versprochen hatte.

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