Linnich - Linnichs Schulen sehen sich gut aufgestellt

Linnichs Schulen sehen sich gut aufgestellt

Von: ojo
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Linnich. Linnichs weiterführende Schulen brauchen sich nicht zu verstecken. Selbstbewusst brüsten sie sich mit der Qualität der Bildung, die sie ihren Schülern zuteil werden lassen.

Renate Schäfer, Rektorin der Gemeinschaftshauptschule, und Holger Kniwel, Konrektor der städtischen Realschule, referierten jüngst vor dem Schulausschuss über die Leistungsfähigkeit ihrer Bildungseinrichtungen und gingen auch auf die Frage ein, ob sich die Qualität des Angebots an beiden Schulen noch steigern ließe.

Hohe Identifikation

Ein Grundpfeiler der Qualität ist das Schulpersonal. Renate Schäfer stellte ihr Kollegium als ein „sehr engagiertes” heraus, das „sich sowohl mit der Schulform, als auch mit dem Standort Stadt Linnich identifiziert”. Von einer ganzen Reihe von schulinternen Angeboten lenkte die Rektorin den Blick auf eine lange Liste von Kooperationen, die die Schule eingegangen sei, „um auch das letzte Hauptschulkind in einen Beruf zu bringen”.

Ein weiteres wichtiges Kriterium eines qualitativen Unterrichts ist die Klassenstärke. Der demografische Faktor macht sich da sogar positiv bemerkbar. Die Klassen seien jetzt auf durchschnittlich 23 Schüler geschrumpft. „Das ist ganz gut”, urteilte die Rektorin.

Angesichts der Fülle an Beteiligungen, Projekten und Programmen, die die Hauptschule Jahr für Jahr mit Leben fülle, fasste Renate Schäfer das Fazit in eine alles andere als resignative Feststellung: „Ich weiß nicht, wie wir da die Qualität noch steigen könnten.” Es sei denn mit mehr Personal.

Aufbessern ließen sich aber Faktoren, die die Schule nicht in der Hand hat. Zu den Wünschen der Rektorin zählten eine bessere Busverbindung für die Schüler, eine Verbesserung der Abdeckung von Schulfächern wie Physik oder Englisch durch Fachlehrer und eine feste Zuweisung von Förderschullehrern. Und sie sprach die Stadtvertreter direkt an, von denen sie sich erhoffe, dass sie „die Hauptschule mehr ins Auge” fassen. Außer dem Bürgermeister habe kein Stadtpolitiker den Projekttag der Hauptschule besucht.

Holger Kniwel ließ als Konrektor die Leistungsbilanz für die Qualität seiner Schule, der städtische Realschule, sprechen. Rund die Hälfte der Schülerinnen und Schüler erwirbt die Fachoberschulreife mit Qualifikation, kann also am Gymnasium, Berufskolleg oder an einer Gesamtschule das Abitur als Wegbereiter des Studiums anstreben. Mit dem normalen mittleren Bildungsabschluss sei ebenfalls über die Fachoberschulreife plus Praktikum ein Studium möglich. Angesichts der komprimierten Lernanforderung durch das G8 - das achtjährige Gymnasium - biete die Realschule einen „sanften, freudvolleren und stressfreieren Weg zum Abitur”, meinte Kniwel. Dies werde vermehrt von Eltern als Alternative bei der Entscheidung Gymnasium oder Realschule angesehen.

Aber auch ohne Abitur öffne das Abschlusszeugnis der Realschule Linnich den Zugang zu „guten Ausbildungsplätzen”. Immer wieder kämen positive Rückmeldungen aus der Wirtschaft über die Qualität der Linnicher Realschule und deren Schüler.

Förderungskonzept

Als eine Bedingung der Qualitätssicherung bezeichnete Holger Kniwel ein umfassend angelegtes Förderkonzept. In der Realschule setze man auf „Eigenverantwortliches Arbeiten”, „Methodenlernen” und „Hausaufgabenbetreuung überwiegend in Kleingruppen”. Durch die Teilnahme am Komm mit-Programm solle „die ohnehin geringe Zahl der Sitzenbleiber” an der Linnicher Realschule weiter verringert werden. Als Wunsch äußerte Kniwel „mehr Kurse zur individuellen Förderung im offenen Ganztag”.
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