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Linnichs Halle der unbegrenzten Möglichkeiten

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Augenfälliges Merkmal: Die gläserne Front wird jedem signalisieren, dass hier der Eingang zur integrativen Kultur- und Begegnungsstätte in Linnich ist. Skizzen: Stadt Linnich/Kirchner
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Reichlich Platz: 420 Sitzplätze an Tischen hält die Halle mit Erweiterung vor.

Linnich. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte in zwei Jahren die Eröffnungsveranstaltung in Linnichs neuer integrativer Kultur- und Begegnungsstätte gefeiert werden. Denn laut Plan wäre sie zum 31. Dezember 2018 fertiggestellt.

Eine Voraussetzung, dass sich diese Vision erfüllt, schuf der Bau- und Liegenschaftsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag Abend. Einstimmig befürwortete der Ausschuss die Entwurfsplanung des Architekturbüros Kirchner. Sie bildet die Grundlage des Bauantrags, den die Stadt umgehend beim Kreis einreichen will.

Im Ausschuss stellte Dipl-Ing. Martin Schmedding seinen Entwurf des Hauses vor, das mehr sein wird als nur ein simpler Stadthallenersatz. Die Kultur- und Begegnungsstätte und das geplante Inklusionshotel werden die beiden markanten Größen des neu gestalteten Place de Lesquin bilden. „Architektionisch werden Halle und Hotel aus einem Guss sein“, sagte Michael Kirchner im späteren Verlauf der Sitzung.

Schmedding legte besonderen Wert auf die äußere Gestaltung seines Objektes. „Es handelt sich um einen Solitärbau“, betonte er, ein frei stehendes, von allen Seiten betrachtbares Gebäude. Zudem müsse die äußere Gestaltung eine Qualität besitzen, die selbst in 20 Jahren noch „state of the art“ sei. Das Erscheinungsbild des Gebäudes, das aus zwei Kuben unterschiedlicher Höhe besteht, ist funktionell. Schmedding hat sich für Sichtbeton entschieden. Clou ist das große gläserne Fassadenelement, das unmissverständlich signalisiere: „Hier ist der Eingang.“

Im Inneren ist die Kultur- und Begegnungsstätte voll und ganz auf Multifunktionalität ausgerichtet. So kann das Café unmittelbar hinter dem Eingang wahlweise zur direkten Erweiterung der großen Halle genutzt werden oder kurzerhand als Garderobe dienen. Diesem Bereich angegliedert sind Sanitärräume und Küchentrakt.

Den Großteil des 42 Meter langen Gebäudes nimmt die eigentliche Veranstaltungshalle ein. Mit Bestuhlung bietet sie 380 Personen Platz.

Sollten mehr Besucher untergebracht werden, lassen sich die Trennwände zweier Multifunktionsräume an der Längsseite gegenüber dem Eingang öffnen. Damit erhöht sich die Kapazität der Halle auf 420 Gäste, die an Tischen Platz nehmen können. Einzeln ließen sich diese beiden Multifunktionsräume beispielsweise für Seminare nutzen. Das Geheimnis der Wandlungsfähigkeit der Kultur- und Begegnungsstätte liegt in den Schiebewänden begründet. „Da stecken 10, 20 Varianten drin, wie man das Gebäude nutzen kann.“

Beherrscht wird der Saal von der 85 Quadratmeter großen Bühne an der zweiten Stirnwand des Gebäudes. Schmedding hat sie als Festinstallation geplant, nicht zuletzt aus Kostengründen, wie er auf Nachfrage erklärte. Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker (SPD) unterstrich diese faktische Bremse. „Es gibt tolle Lösungen, wie eine versenkbare Bühne. Aber den Luxus können wird uns nicht leisten.“ Hinter der Bühne bestehen in begrenztem Umfang Möglichkeiten zur Umkleide. Nicht sehr üppig zwar, wie Schmedding mit Verweis auf die Kosten zugab, aber sicherlich ausreichend für den Großteil der späteren Veranstaltungen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Kultur- und Begegnungsstätte ist, dass sie auch den Vereinen zur Verfügung steht. Eigens eingeplant sind Räume für den Pol.-TuS, den Arbeitskreis Asyl und den Geschichtsverein mit angegliedertem Besprechungsraum.

SPD-Veto auf CDU-Antrag

Ein Veto der SPD rief die CDU mit einem Antrag hervor, den sie zur nächsten Ratssitzung stellen wird. Darin fordert sie eine Zusammenstellung der Gesamtbaukosten des Projekts einschließlich aller Gewerke, Planungskosten sowie der förder- und nicht förderfähigen Kosten. Kirchner selbst hielt das angesichts von einigen unbekannten Größen wie die Konsequenzen aus dem Bodengutachten für zu verfrüht.

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