Linnichs größter Verein: Schon wieder ohne Chef

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Neuwahlen und Ehrungen standen beim Pol.-TuS Linnich wieder auf der Tagesordnung. Foto: Krol

Linnich. Die Befürchtungen des Vorstandes haben sich bestätigt. Der Polizei-Turn- und Sportverein Linnich ist ohne ersten Vorsitzenden. Nachdem Jann Habbinga erklärte hatte, dass er nach neunmonatiger Amtszeit nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Verfügung stehe (wir berichteten), hatte man in Linnich die Suche nach einem Nachfolger aufgenommen.

Sie blieb vergebens, und auch die Mitgliederversammlung im Rathaus der Stadt brachte kein anderes Ergebnis. Nun will der 2. Vorsitzende Rudi Klein zunächst einmal den Verein führen, betonte aber auch, dass dies von seinem Wohnort Aachen aus schwierig sei. Deshalb appellierte er an die Versammlung und die Mitglieder, die Suche nach einem geeigneten Kandidaten voran zu treiben.

Weiterhin wurde bei den turnusmäßigen Neuwahlen Georg Jerusalem als 2. Geschäftsführer und Roswitha Mainz als 1. Kassenwart in ihren Ämtern bestätigt. Rudi Klein wird darüber hinaus das Amt des Pressewartes ausüben. In den Beirat wurden Matthias Krieger und Gisulf Büttner gewählt.

Zügig wurden in der Folge notwendige Satzungsänderungen sowie Kassen- und Geschäftsbericht abgesegnet. In ihrem Kassenbericht ging Sibille Habbinga noch einmal auf die Problematik mit der Liegenschaft der ehemaligen Polizeischule ein. Die Sportstätten, die man in der Vergangenheit genutzt hatte, stehen immer seltener zur Verfügung. Oft fällt das Training ganz aus oder ist nur unregelmäßig durchzuführen. Das führt natürlich auch zur Unzufriedenheit unter den Sportlern, wobei vor allem die Schützen betroffen sind. Viele, vor allem die Leistungsträger, wandern ab.

Dennoch gab es auch Positives zu vermelden. Man hatte wieder einen schönen Wandertag erlebt, beim Stadtfest und der Kindermeile im Rahmen der Kulturwoche hatte man sich eindrucksvoll präsentieren können.

Höhen und Tiefen

Höhen und Tiefen hatten das sportliche Leben in den einzelnen Abteilungen gestaltet. Leiden die Schützen zunehmend unter der Situation in der Liegenschaft, verzeichnet die Jiu-Jitsu-Abteilung vor allem im Jugendbereich ein Hoch. Mit 323 Mitgliedern stellen die Turner die größte Abteilung. Neben Sport wird stets großer Wert auf die soziale und gesellige Komponente gelegt. So standen dort wieder zahlreiche gemeinsame Unternehmungen an.

Wie in jedem Jahr standen beim Pol.-TuS wieder zahlreiche Ehrungen an. Es war die letzte Amtshandlung für Jann Habbinga, der es sich nicht nehmen ließ, sich bei den Mitgliedern und vor allem dem Vorstand für die Unterstützung während seiner kurzen Amtszeit zu bedanken. „Es war der falsche Lebensabschnitt für ein solches Ehrenamt”, erklärte er. Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit ehrte er Siegfried Nitschke, Michael Müller, Gisela Lohmann, Peter Schaaf und Alfred Walloch. 40 Jahre gehören Agnes Anhalt, Heike Fischer, Georg Jerusalem, Dieter Rommershausen, Inge Rommershausen und Brigitte Teepe dem Verein an.

Zwei besondere Ehrungen hatte er außerdem zu vollziehen. Zum einen wurde sein langjähriger Vorgänger Matthias Krieger zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Krieger dankte gerührt und gab seinen Vereinsfreunden mit auf den Weg: „Lasst jetzt nur den Kopf nicht hängen. Es geht schon weiter.” Er erinnerte aber auch daran, dass die Mitgliedschaft in einem Verein auch eine Verpflichtung darstelle. Weiterhin wurde Margret Weiler für 60-jährige Mitgliedschaft besonders ausgezeichnet. Als „Grande Dame” der Turnabteilung, in der sie zahlreiche Aufgaben erfüllt hatte, bezeichnete Rudi Klein sie und dankte ihr außerdem für die Tätigkeit im Beirat. Dieses Amt hatte sie bis zu diesem Tag ausgefüllt. Weiterhin dankte Klein seinem Vorstandskollegen Georg Jerusalem. Er gehört nicht nur seit 40 Jahren dem Pol.-TuS an, er ist auch seit 20 Jahren im Vorstand tätig.
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