Linnicher Staplerfahrer greift nach der Meisterschaft

Von: Kr.
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Michael Schubert nimmt an der Deutschen Meisterschaft der Spaplerfahrer teil. Foto: Król
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Ausgefuchste Aufgaben müssen die Staplerfahrer bei der Deutschen Meisterschaft bewältigen. Foto: Stapler Cup

Linnich. Michael Schubert aus Linnich hat es einmal mehr geschafft. Er misst sich mit den Besten von 74 Fahrern beim Finale des Stapler Cup um die Deutsche Meisterschaft im Staplerfahren, die vom 17. bis 19. September in Aschaffenburg ausgetragen wird. Bereits 2009 ließ der Linnicher die gesamte Konkurrenz hinter sich und holte den Meistertitel an die Rur.

Es ist jetzt das fünfte Mal, dass sich der 48-Jährige für die Deutschen Meisterschaften qualifizierte. Zusammen mit Ahmet Tekindag aus Düren geht er als Bester aus der Region an den Start. Er will es in diesem Jahr noch einmal wissen. „Gerne würde ich noch einmal Deutscher Meister werden“, gibt er sein Ziel vor.

Allerdings spielen viele Faktoren eine Rolle, und oft entscheiden nur Millimeter über Sieg oder Niederlage. Es geht um Präzision, Fingerspitzengefühl, Schnelligkeit und Übersicht auf dem Gabelstapler. „Das wichtigste ist Nervenstärke. Wenn man nervös wird, hat man kaum noch eine Chance. Natürlich entscheidet letztendlich auch die Tagesform“, weiß Schubert aus Erfahrung.

Jedes Jahr wird der Parcours neu gesteckt, den die Teilnehmer erst 14 Tage vor dem Wettbewerb kennenlernen und auch die einzelnen Disziplinen, die es in sich haben, wechseln. Richtig knifflig wird es, wenn an den Gabelzinken des Staplers ein Tischtennisschläger angebracht ist, mit dem ein Golfball aufgenommen werden muss. Dieser wird um Pylonen balanciert und auf einer vorgesehenen Ballablage abgesetzt. Bei einer anderen Disziplin wird ein großer Ball mit den Gabelzinken aufgenommen und durch eine Tordurchfahrt auf eine drei Meter hohe Ablage platziert.

Paletten mit Bierkisten müssen gestapelt, aufgenommen und rückwärtsfahrend ein Parcours absolviert werden. Groß trainieren kann der Staplerfahrer nicht, aber wer seit mehr als 25 Jahren den Staplerführerschein besitzt, dem geht der tägliche Umgang mit dem Gerät bei seinem Arbeitgeber, der Gascogne Flexible Germany GmbH, in Fleisch und Blut über. Man kennt sich mittlerweile gut unter den Teilnehmern und es kommt schon mal vor, das man seinen Konkurrenten, da der Fahrer manchmal seine „Fracht“ nicht sieht, einweist.

Bei der dreitägigen Veranstaltung auf dem Aschaffenburger Schlossplatz, mit einem bunten Familienprogramm werden rund 15.000 Zuschauer erwartet. Eine von ihnen ist Ehefrau Beatrix, die ihrem Mann ganz fest die Daumen drückt und mitzittert. „Es ist eine unglaubliche Atmosphäre in Aschaffenburg. Wenn der Wettkampf seinen Höhepunkt erreicht, wird es vor lauter Spannung muxmäuschenstill am Parcours.“ Seit letztem Jahr wird auch ein WM-Titel ausgefahren und in diesem Jahr feiert die Deutsche Meisterschaft der Staplerfahrerinnen Premiere. Wichtigstes Anliegen des Veranstalters ist die Vermittlung von Sicherheitsvorschriften zur Vermeidung von Arbeitsunfällen.

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