Linnicher Stadt-Kreisel soll bleiben, wie er ist

Von: Otto Jonel
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Heute geht es nur in eine Richtung im Kreisel. Das hat sich bewährt und sollte so bleiben, meinen (von links) Hubert Leufen, Michael Evans, Andreas Venrath und Werbegemeinschaftsvorsitzender Rudi Venrath Foto: Jonel

Linnich. Ende des Jahres soll das Paket geschnürt sein, das dem Kernort Linnich zu einem neuen und zukunftsträchtigen Profil verhelfen soll. Das Integrierte Handlungskonzept (IHK) weckt Hoffnungen. Eine Vielzahl von Maßnahmen formen eine „schöne neue Welt“, in der die Qualität von Leben und Arbeiten gegenüber dem heutigen Zustand deutlich angehoben ist.

So weit die Zielvorstellung. Bis dahin sind einige Probleme zu lösen. Eines, die Verkehrsführung in der und durch die Stadt, nimmt sich allerdings aus wie ein Gordischer Knoten.

Gegen die vom Planungsbüro zuletzt vorgestellten Lösungsmodelle, den Verkehrsstrom in der Innenstadt in neue Bahnen zu lenken, regt sich Einspruch. Die Werbegemeinschaft Linnich mit ihrem Vorsitzenden Rudolf Venrath ist eine davon. Venrath, Mitglied im IHK-Arbeitskreis, ist alles andere als glücklich. „Ich bin zwar im Arbeitskreis, aber man hört nicht auf mich.“

Dabei müsste dem Wort der Kaufmannschaft und Gewerbetreibenden Gewicht beigemessen werde. Schließlich haben, so Venrath, Änderungen an der Verkehrsführung im Bereich Rurstraße (die Hauptgeschäftsstraße der Kernstadt) oder Löffelstraße/Kirschstraße/Altwyk (Innenstadt-Kreisel) unmittelbare, wirtschaftliche Auswirkung auf den anliegenden Einzelhandel und Gewerbebetriebe.

Unter dem Gesichtspunkt, die Innenstadt verkehrsmäßig zu entlasten und vor allem den Schwerlastverkehr aus dem Ort fernzuhalten, wird eine Netztrennung diskutiert. Das funktioniert wie ein „Schieber“, der dem Verkehr neue Bahnen weist. Erreicht wird die Trennung etwa durch eine Einbahnstraßenregelung etwa am Glasmalerei-Museum Richtung Altwyk.

Nur der Busverkehr soll dort noch Durchfahrt erhalten. Überlegt wird auch, die Verkehrsführung im Kreisel selbst zu ändern, etwa mit Zweirichtungsverkehr auf der Kirschstraße. Das ist für viele Linnicher ein Tabu. Hubert Leufen, Anwohner im Bereich Mahrstraße/Löffelstraße, hat in einer Privatinitiative 265 Unterschriften von Linnichern gesammelt, die sich gegen eine Veränderung des jetzigen Zustandes aussprechen.

Eines der Hauptargumente: Erst vor knapp 25 Jahren wurde der Kreisel in den heutigen Zustand versetzt – und hat sich mit seinem Einrichtungsverkehr bewährt. „Davor hat es hier immer wieder Unfälle in den Einmündungsbereichen gegeben. Seit dem Umbau passiert hier nichts mehr“, sagt Leufen.

Schikanen einbauen

Rudi Venrath und Hubert Leufen sehen die Notwendigkeit, das hohe Verkehrsaufkommen in der Innenstadt – mehr als 10.000 Fahrzeuge am Tag – zu begrenzen, aber dazu wären andere Maßnahmen geeigneter als die Änderung der Verkehrsführung: „In die Straße eingebaute Schikanen, müssten genügen, um beispielsweise den Schwerlastverkehr aus der Stadt zu halten.“

Der Privatmann und der Werbegemeinschaftsvorsitzende befürworten das IHK. Beide aber halten beim Verkehrskonzept die Beteiligung der Öffentlichkeit für unabdingbar. „Es muss eine Infoveranstaltung für alle Bürger geben“, fordert Venrath. Geplant war die zwar, einen fixen Termin gibt es aber bislang nicht.

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