Linnicher Rurstraße muss dringend entlastet werden

Von: hfs.
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Der Verkehr von Rurdorf nach Linnich und in Gegenrichtung bereitet den Verkehrsexperten sicherlich noch viele Kopfzerbrechen. Foto: hfs.

Linnich. Die Stadt Linnich will attraktiver werden und sich für die Zukunft positionieren. Vor diesem Hintergrund wurden bereits Handlungskonzepte erstellt, die nicht nur eine innerstädtische Veränderung nach sich ziehen sollen. Integriert ist auch ein Plan, wie künftig mit dem zunehmenden innerstädtischen Verkehr umgegangen werden soll.

Nun wurde dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt ein erster Sachstandsbericht vorgestellt, der es in sich hatte.

Es dürfte in der Geschichte des Rathaussaales noch nie so oft das Wort „Rurdorf“ gefallen sein wie nun, als das beauftragte Büro den ersten Sachstandsbericht zur Verkehrsuntersuchung der Innenstadt erläuterte. Denn mit dem Verkehr, der nach oder von Rurdorf kommend nach Linnich fließt, fällt und steht ein vernünftiges zukunftsweisendes Konzept.

„Wir brauchen eine Entlastung der Rurstraße, das ist unabdingbar“, machte der Sachverständige der Planungsgruppe aus Aachen eine klare Aussage. Mit der gleich danach beginnenden Diskussion unter den Ausschussmitgliedern war klar, dass die Verkehrsexperten mit den vorgestellten fünf Varianten, wie die Linnicher Innenstadt vom jetzigen Durchgangsverkehr entlastet werden kann, nicht auf breite Zustimmung stoßen.

Bis zu 10.000 Autos täglich

Fakt ist, dass an manchen Tagen bis zu 10.000 Autos vorwiegend über die Rurstraße fahren. Nach Aufnahme des Ist-Zustandes – über eine Woche hat das Planungsbüro den Verkehr rund um die Uhr per Video aufgezeichnet – wurden unter Beachtung verkehrlicher und städtebaulicher Ziele verschiedene Verkehrsmodelle und deren Auswirkungen auf das innerstädtische Straßennetz untersucht und dargestellt.

Während der zufließende Verkehr aus Richtung Baal oder Gereonsweiler absolut kein Pro-blem darstelle, sehe das bei den Zuflüssen aus Richtung Rurdorf oder in umgekehrter Richtung anders aus. Bei den vorgestellten Varianten spielte der jetzige Kreisverkehr am Deutschen Glasmuseum eine zentrale Rolle. Dessen „Einbahnstraßenregelung“ sollte zum Beispiel aufgegeben werden und einen zweispurigen Richtungsverkehr erlauben. Eine Durchfahrt vom Museum aus könnte dann nur Busse gestattet werden.

Eine Möglichkeit sah sogar einen Verkehrsfluss durch das Gelände der jetzigen alten Polizeischule vor. Alle Lösungen haben dann unmittelbar auch auf die „Nebenstraßen“ Auswirkungen. Dass die dargestellten Alternativen mit den damit verbundenen Auswirkungen als Grundlage für die weitere Beratung dienen, wurde im Linnicher Ausschuss betont. Doch noch sind, so hieß es seitens des Ausschusses, viele Fragen sicherlich unbeantwortet.

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