Linnicher Ratssessel hängen weiter „durch“

Von: ojo
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Linnich. Mit einem Federstrich hat der Linnicher Finanz- und Personalausschuss den Haushaltsentwurf 2015 um schlappe 25.000 Euro erleichtert – und nimmt mindestens ein weiteres unbequemes Jahr in Kauf. Über die Summe war Wilfried Sauer (CDU) beim Durchforsten des Haushalts gestoßen. Für das Geld sollten neue Sitzmöbel für den Ratssaal angeschafft werden.

„In Zeiten wie diesen ist das ein falsches Zeichen“, warnte Sauer vor negativer Außenwirkung. Er jedenfalls könne noch ganz gut eine Weile länger mit den betagten Sitzmöbeln klar kommen. Das ist freilich Ansichtssache. Bürgermeister Wolfgang Witkopp hielt dem entgegen, dass es nicht nur um die Bequemlichkeit der Kommunalpolitik gehe. Vielmehr sei der Ratssaal quasi die gute Stube der Stadt. Die teils bedenklich „nachgiebige“ Feder- und Polsterung sei schon manchem Gast bei Empfängen unangenehm aufgefallen.

„Das könnte auch eine Frage für den Arbeitsschutz werden“, winkte der Bürgermeister mit dem Zaunpfahl, ohne damit Eindruck zu schinden. Mit Mehrheit bei vielen Enthaltungen wurde der CDU-Antrag auf Streichung der Neuanschaffung abgelehnt. Wie alt die Bestuhlung ist, will die Verwaltung herausfinden. Hans-Friedrich Oetjen (SPD) erinnerte sich, die Ratsstühle bereits 1984 „besessen“ zu haben.

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