Linnich - Linnicher Rat gegen Abriss des Lehrerseminars

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Linnicher Rat gegen Abriss des Lehrerseminars

Von: ojo
Letzte Aktualisierung:
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Das „Haus 7“ des ehemaligen Lehrerseminars steht auf der Abbruchliste des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes. In der Stadt Linnich formiert sich Widerstand. Foto: Jonel

Linnich. Der Rat der Stadt Linnich hat die Absicht in die Tat umgesetzt und eine Erklärung verfasst, in der er sich für Erhalt des Lehrerseminars auf dem Gelände an der ehemaligen Polizeischule an der Rurdorfer Straße ausspricht.

In der Erklärung wird auf die Geschichte des einstigen Lehrerseminars verwiesen, das mit seiner wechselvollen Verwendung in den zurückliegenden 121 Jahren „für die Bevölkerung der Stadt Linnich gelebte Zeitgeschichte“ darstelle und „gleichzeitig für Beständigkeit wie für Zerstörung“ stehe. Die Erklärung gipfelt in dem Appell an den Bau- und Liegenschaftsbetrieb, „das Grundstück einer Nachfolgenutzung zuzuführen“, die den Erhalt des Gebäudes und des Baumbestandes auf dem Areal sichert.

Flankierend zu dieser Erklärung hatten die Liberalen den Antrag gestellt, eine Prüfung einzuleiten, ob das Lehrerseminar oder gegebenenfalls nur die Fassade unter Denkmalschutz gestellt werden könne. So direkt, wie von der FDP erwartet, wurde der Antrag allerdings nicht behandelt. Gegen die Stimmen der beiden Liberalen wurde der Antrag an den Fachausschuss verwiesen. Bis dahin ist möglicherweise das Ziel schon erreicht, denn die Verwaltung stellte in Aussicht, bis zur Sitzung des Kulturausschusses Konkretes zur Denkmalschutzwürdigkeit des Lehrerseminars sagen zu können.

Den Erklärungstext der Verwaltung hatte Dr. Klaus Selter (FDP) redaktionell überarbeitet. Ihm war aufgefallen, dass die Erklärung keinen Adressaten enthielt. Der wurde mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb und dem Land NRW als Eigner gleich doppelt eingebaut. Ebenfalls hinzugefügt wurde der Hinweis, dass sich nicht nur die Fraktionen im Rat und die Verwaltung der Stadt Linnich mit Nachdruck gegen einen Abriss des Gebäudes ausprächen, sondern auch „hunderte Bürger“ bereits auf Unterschriftenlisten für den Erhalt stark machen.

Zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt, so Selter weiter, sei es nicht korrekt, das Gebäude „als markantes architektonisches Denkmal“ zu bezeichnen. Diesen Status streben die Liberalen zwar an, aber er ist halt noch nicht erreicht. Die redaktionellen Änderungen zur Konkretisierung der Erklärung wurden widerspruchslos von allen Fraktionen angenommen.

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