Linnicher Pfarrhaus als Baustelle

Von: Otto Jonel
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Noch ist das Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde Linnich eine Baustelle. Bis zu den Sommerferien, hofft Kurt Beaujean, ist der Umbau abgeschlossen. Foto: Jonel

Linnich. Es sieht aus, wie bei Hempels unterm Sofa. Staub und Dreck, hier liegt was rum, und dort hängen Kabel aus einem Loch in der Wand. Und doch hat alles seine Ordnung, weil es auf Baustellen eben so aussieht. Das Besondere in diesem Fall: Die Baustelle war bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch das Domizil des Pfarrers der evangelischen Gemeinde in Linnich.

Bis es im Sommer wieder ein richtiges Pfarrhaus wird, werden sich die Handwerker die Klinke der alten Eingangstür in die Hand geben. Das Haus wird innen komplett umgebaut. Von den Heizungsrohren bis zur Elektrik wird alles erneuert. Nur die Fließen im Bad werden die Rundumerneuerung unangetastet überstehen.

Den Stein oder die Steine ins Rollen brachte der Auszug von Pfarrer Bernhard Jacobi und seiner Familie. Nach zwölf Jahren in Linnich hatte er zum 1. Oktober des vergangenen Jahres eine neue Herausforderung als Marineseelsorger angenommen. Die frei werdende Immobilie bot eine günstige Gelegenheit, die räumlichen Verhältnisse im Pfarrhaus zu überdenken. Bislang stand der Pfarrersfamilie fast das gesamte Haus zur Verfügung, abgesehen von Büro des Pfarrers im Erdgeschoss.

Nebenan hingegen im Gemeindebüro, das der Sakristei vorgelagert ist, wird es richtig eng, wenn die Gemeindesekretärinnen Gudrun Turobin oder Edith Ludwig Besuch bekommen, Diese beengte Situation wird bald der Vergangenheit angehören. Ein neuer Raumplan und ein Umbaukonzept, das der Linnicher Architekt Walther Schieffer dem Pfarrhaus verordnet hat, schafft Entspannung. Größter Nutznießer ist das Gemeindesekretariat. Es wird im umgebauten Pfarrhaus das ehemalige Büro des Pfarrers beziehen und sich damit räumlich deutlich vergrößern – einmal ganz abgesehen von der atmosphärischen Verbesserung. Das jetzige Sekretariat ist alles andere als Licht durchflutet und hat eher etwas Bedrückendes.

Im Pfarrhaus ist es hell und freundlich. Zudem verleiht der hölzerne Wandschrank, der bleiben darf, dem funktionalen Raum eine gemütliche Note. Ebenfalls im Erdgeschoss werden das Büro des Pfarrers und eine Besprechungsraum eingerichtet. Eine Glaswand wird diesen öffentlichen Bereich des Erdgeschosses vom privaten Wohnbereich der Pfarrersfamilie trennen. Ihr sind die beiden Obergeschosse des Pfarrhauses vorbehalten. Pfarrerin Wiebke Harbeck und ihre Mann haben zwei Mädchen. Die werden zwei geräumige Zimmer fast unterm Dach in Beschlag nehmen dürfen. Ihnen liegt beim Blick aus dem Fenster Linnich buchstäblich zu Füßen.

120 Quadratmeter stehen der Pfarrersfamilie zur Verfügung, mit der die Umbauarbeiten besprochen wurden und die sich vor Ort schon einen Eindruck von ihrer künftigen Wohnstatt verschafft hat. „Wir hoffen, Anfang der Sommerferien mit allem durchzusein, damit die Familie in den Ferien einziehen kann“, ist Kurt Beaujean vom Presbyterium zuversichtlich. Verläuft alles nach Plan, wird das Projekt Pfarrhausumbau bei 160.000 Euro Kosten landen.

Und selbst das dunkle Gemeindebüro wird nach dem Umbau eine neue Funktion erhalten. Dorthin zieht das Archiv der Kirchengemeinde um.

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