Linnich - Linnicher Kultursommer: Wortmalerei zu einem brüchigen Material

Linnicher Kultursommer: Wortmalerei zu einem brüchigen Material

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Sie nehmen am Gasthörer-Programm der Hochschule Niederrhein teil und sind am Erscheinen des Generationen Magazins „Zwischentöne“ beteiligt. Nun waren sie in Linnich zu Gast und lasen die Senioren aus ihren Arbeiten.

Linnich. Zweimal jährlich sind sie am Erscheinen des Generationen-Magazins „Zwischentöne“ beteiligt. Seit etlichen Jahren erscheint es regelmäßig und wird von der Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen, herausgegeben.

In der Redaktion sitzen überwiegend ältere Menschen mit reichlich Lebenserfahrung, die sich auch im fortgeschrittenen Alter nicht zurücklehnen, sondern etwas für sich tun wollen. Sie sind zwischen rund 14 000 Studenten und Studentinnen in den Hörsälen als Gasthörer zu finden. „Faust“ (Hochschule für Alte und Studierende) ist ihre Losung. Sie umschreibt ein Gasthörerprogramm, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert.

Aktivitäten bei „Faust“

Mit von der Partie sind dabei neben rund 250 anderen Senioren auch Elise Donder, Walter Elschenbroich, Gerta Gormanns, Gertrud Grins, Josée Hümpel-Langen, Bärbel Lehmann, Georg Nowak und Karl-Heinz Thifessen, die gleichzeitig als Autoren am Magazin mitwirken. Sie waren auf Einladung des Linnicher Kultursommers im Deutschen Glasmalerei-Museum zu Gast, um ihren Zuhörer von ihren Aktivitäten im „Faust“ und bei der Zeitschrift zu erzählen.

Da ihnen das Schreiben mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen ist, hatten sie alle auch einige Texte mitgebracht, die sie an diesem Nachmittag vortrugen. Es sind die alltäglichen Dinge des Lebens, ihre Erfahrungen und Gedanken, die sie niederschreiben. Für ihre Lesung im deutschen Glasmalerei-Museum, die unter dem Titel „Wortmalereien“ stand, hatten sie einen Satz von Bert Brecht zugrunde gelegt. „Das Brüchige hat eine gewisse Schönheit mitunter. Aber es bricht – immer.“ Dies gilt natürlich im Besonderen für Glas. Naheliegender Weise drehte sich so Manches in den Texten der Autoren um diesen Werkstoff.

Mal waren es Kindheitserinnerungen, mal Reiseberichte, aber auch ein wenig Mundart, Lyrik oder Prosa, die die Senioren vortrugen. Auch Geschichtliches war dabei, und so war es ein bunter Strauß an Literatur, der den Zuhörern geboten wurde und über den bei Kaffee und Kuchen anschließend ausführlich diskutiert wurde. kr.

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