Linnicher Krankenhaus gibt Einblick in ein Leben mit Demenz

Von: Kr.
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In der Demenz-Station erläutert Physiotherapeutin Claudia Sattler ihre Arbeitsweise. Foto: Kròl
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Von links bei der Eröffnung: Dr Achim Fritz, Dr. Gerhard Mertes, Volker Rentemeister, Bürgermeisterin Marion Schunck Zenker, Landrat Wolfgang Spelthahn, Judith Kniepen, stellvertretende Kaufmännische Direktorin, Bernd Koch, ctw-Geschäftsführer, Marlies Jansen stellvertretende Pflegedienst Direktorin. Foto: Kròl

Linnich. Seit 1994 findet der Welt Alzheimertag statt, der in diesem Jahr unter dem Motto „Die Vielfalt im Blick“ steht. Auch in Deutschland wird dieser Tag genutzt wird, um auf die Situation der rund 1,6 Millionen Menschen aufmerksam zu machen, die in unserem Land an Demenz erkrankt sind.

Das St. Josef-Krankenhaus Linnich beteiligt sich regelmäßig mit Aktionen und lädt vom 18. bis 22. September zur Woche der Demenz ein, um Einblicke in sein spezielles Demenzkonzept zu gewähren und mehr Verständnis für die Situation von Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu wecken. Eingeladen sind die Besucher in dieser Zeit den Demenz-Parcours „Hands-on Dementia“ zu begehen, um so diese Erkrankung zu begreifen.

13 Alltagssituationen gilt es zu erleben, vom Anziehen bis zum Abendessen, in denen die Symptome der Demenz nachempfunden werden. Demenz macht im Alltag keine Pause, den Teilnehmern werden die eigenen Grenzen aufgezeigt, erleben das eigene Unvermögen und empfinden Unbehagen, ebenso wie die Patienten ihre Lage wahrnehmen.

Zur Eröffnung der Demenzwoche und des Parcours begrüßte der Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw), Bernd Koch, die zahlreichen Gäste in der Kapelle des Krankenhauses an ihrer Spitze Landrat Wolfgang Spelthahn und Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker. Koch nannte Zahlen und Fakten. Weltweit gibt es ca. 40 Millionen Demenzerkrankte, und ihre Zahl ist steigend. Durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege kann den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.

Kompetenz und Qualität

„Das St. Josef-Krankenhaus ist eines von 20 Krankenhäusern Deutschlands, die eine interdisziplinäre Normalstation speziell für Demenz–Erkrankte betreiben“, erklärte Koch. Die Besucher können nun im Verlauf der Woche unter anderem Einblicke in die Station B2 erhalten, die ein spezielles Konzept zur Versorgung von Akutpatienten mit der Nebendiagnose Demenz verfolgt. Landrat Wolfgang Spelthahn betonte wie wertvoll dieses Angebot des St Josef-Krankenhause sei.

Das Linnicher Krankenhaus hat sich in den vergangenen zehn Jahren als demenzfreundliches Krankenhaus besonders etabliert. Er hob in diesem Zusammenhang die Kompetenz und Qualität der Ärzte und des Pflegepersonals hervor und wies darauf hin, dass die Alterspyramide in Deutschland völlig auf dem Kopf gestellt sei. Die Zahl der Patienten mit der Nebendiagnose Demenz steigt jährlich an. Man brauche zukünftig mehr Stationen und Pflegepersonal. „Unser Gesundheitssystem steht da vor einer besonderen Herausforderung“, schloss Spelthahn seine Ausführungen.

Während der Demenzwoche stehen die Demenzexperten, Ärzte und Pfleger des St. Josef-Krankenhauses an verschiedenen Informationsständen bis zum 22. September jeweils von 9 bis 16 Uhr zu Themen wie familiale Pflege oder der Arbeit der Station B2 Rede und Antwort. Außerdem gibt es einen Informationsstand vom Demenz Service Zentrum Aachen-Eifel.

Nicht Betroffene können zudem Demenzerkrankungen am Demenz–Parcours auf einem Rundgang durch das Haus sehen, erleben, fühlen.

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