Linnicher Frauenstammtisch besucht Künstlerin Inge von Mueller

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Inge von Mueller (links) hieß die Damen des Linnicher Frauenstammtisches in ihrem Haus willkommen und erläuterte ihre Arbeit und künstlerische Vorgehensweise anhand von Stierkopfstudien. Foto: Król

Titz. Kunst- und Kultur-interessiert sind die Damen des Linnicher Frauenstammtisches stets. Dies beweisen sie auch bei ihren zahlreichen Aktivitäten im Rahmen des Linnicher Kultursommers. Doch gerne gehen sie auch mal auf Reisen und besuchen Ausstellungen und Museen.

Dabei nutzten sie auch das, was in ihrer direkten Nachbarschaft zu finden ist, und so besuchten sie nun auf Anregung von Lore Hilger die Titzer Künstlerin Inge von Mueller in ihrem Atelier.

Gerne öffnete die Malerin und auch Bildhauerin neben Kunst und Philosophie studierte sie in jungen Jahren auch die Bildhauerei, ihre Türe „Ich wollte auch das Greifbare kennenlernen und die dreidimensionale Umsetzung eines Werkes“, erklärte sie. Neben den zahlreichen Arbeiten, angefangen bei einer Picasso Studie aus ihrer Studienzeit bis heute, stellte sie ihren künstlerischen Werdegang dar. Lange hatte sie sich intensiv mit Aktmalerei beschäftigt und dazu sogar ein Semester als Gasthörer eine Anatomievorlesung besucht.

Intensiv beschäftigt sie sich stets mit ihren Objekten, und es entstanden regelrechte Zyklen. Dies erläuterte sie ihren Gästen anhand eines Stierkopfes, der auch noch im Flur zu ihrem Sommeratelier hängt. Genau hat sie ihn studiert, erste Zeichnungen mit dünnen vorsichtigen Kohlestrichen angefertigt um danach immer selbstbewusster an die Materie heranzugehen, Details heraus zu arbeiten, sich mit den Erhebungen und Einbuchtungen zu beschäftigen, mit Licht und Schatten und dann wieder daran zu gehen, ihn zu abstrahieren und zu minimalisieren. Über Jahre dauerte dieser Prozess, den sie schließlich in Öl auf Leinwand abschloss.

Eine interessante Variante ist auch die Collage des Kiefers, in dem aus einer anderen Perspektive betrachtet ein Akt zu erkennen ist. Einen sehr interessanten Nachmittag erlebten die Damen im Haus von Mueller, durften einen Blick in die übrigen Räumlichkeiten werfen und dadurch einen Einblick in die Schaffenskraft der Künstlerin erhalten, denn überall im Haus stieß man auf ihre Arbeiten. Sie genossen auch die Gastfreundschaft im Innenhof des alten Vierkanthofes, den die Eheleute liebevoll restauriert hatten. 

 

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