Linnich - Linnicher formulieren die Ziele für ihre Stadt

Linnicher formulieren die Ziele für ihre Stadt

Von: jago
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Bürgermeister Wolfgang Witkopp zeigte großes Interesse an der Bürgerbeteiligung. Foto: Jagodzinska

Linnich. Trotz vieler Veranstaltungen im Umfeld fand die Einladung des Stadtmarketing-Vereins „Wir in Linnich“ zur Teilnahme am Workshop „Zukunft der Rurstraße“ große Resonanz. Konkret thematisiert werden sollten Zustand und Sanierungsmöglichkeiten der Rurstraße, des Place de Lesquin und der angrenzenden Nebenstraßen in der sogenannten „Unterstadt“.

Etwa 70 Anlieger, Geschäftsleute, Ratsmitglieder und Vereinsvertreter nutzten das Angebot, sich individuell einzubringen und nachhaltig Gehör zu finden. Bürgermeister Wolfgang Witkopp verdeutlichte in seiner Begrüßung, dass zur Generierung von Fördermitteln ein Bürgerbeteiligungsprozess nachweislich erfolgt sein müsse. Die Veranstaltung des Stadtmarketing Vereins sei hierzu ein „ausgezeichneter Aufschlag“, mit dem man sich auf den richtigen Weg mache.

Bevor Moderator Uwe Hasler den Workshop begann, informierte Witkopp die Teilnehmer über zwei wesentliche Fakten: „Die Bezirksregierung hat bestätigt, dass ein Förderbeginn frühestens 2016 zu erwarten ist (…) und ein bedeutsamer Teil der Fläche ist noch in der Hand der Privateigentümer.“ Demzufolge müssten bei der Rurstraße zwingend oberflächliche überbrückende Maßnahmen diskutiert und bezüglich der Flächengestaltung intensive Gespräche mit den Eignern geführt werden.

Auf mehreren Stellwänden im Foyer des Aktionssaals hatten die Veranstalter den „Markt der Möglichkeiten“ visualisiert. Station A bildete eine fotografische Gegenüberstellung der Defizite und Potenziale Linnichs im Jahr 2014 ab, Fotos leer stehender Geschäftsräume zeigten auf Station B „Viel Raum für Ideen“. Ein Rückblick auf einen „Planungsvorschlag 1978“ und „Erste Ideen“ im Planbild führten weiter zur Vision „Masterplan Linnich 2030?“. Die abschließende Station „Ein Fenster in die Zukunft“ regte in Filmform zu weiteren Diskussionen an.

Im folgenden Verlauf trafen sich die Teilnehmer in der zum „World-Café“ umfunktionierten Aula. Gleichmäßig der Rurstraße, Place de Lesquin und Nebenstraßen zugeordnete Thementische waren vorbereitet worden, an denen jeweils maximal fünf Teilnehmer Platz nahmen. Einer davon wurde zum Gastgeber bestimmt, der in den folgenden Runden den Tisch nicht wechseln musste. Es galt in einer Art Brainstorming Ideen, Gedanken und spontane Vorschläge zu den Fragenkomplexen „Was wollen wir?“, „Was brauchen wir dafür?“ und „Was wollen wir nicht“ zu besprechen und festzuhalten.

Im Gesamtkomplex des Workshops erarbeiteten die Teilnehmer eine Vielzahl von Ideen und Konzeptansätzen, aus konträren Standpunkten wurden positive Linien entwickelt und ganz nebenbei wurde das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Eine Synthese der Einzelergebnisse wird nun als Dokumentation zusammengestellt und den zuständigen Ausschüssen der Stadtverwaltung übergeben. „Wir werden ein Auge darauf haben, dass das, was heute hier zusammengetragen worden ist, nicht in einer Amtsschublade verschwindet“, sicherte Moderator Hasler allen Beteiligten zu.

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer zeigte sich bereits vor der Veranstaltung sehr sensibilisiert für die Belange der Stadt Linnich. Nun erwartet man aus dem Rathaus Reaktionen auf den umfangreichen Ideenkatalog. Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung wird in Kürze auf der Homepage des Stadtmarketing-Vereins www.wirinlinnich.de hinterlegt.

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