Linnicher feiern 250. Geburtstag der Orgel

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Linnich. Ganz oben am Kopf der Orgel befindet sich ein Ornament mit der Jahreszahl 1746. Das ist der gesicherte Beweis, dass die Linnicher Orgel in diesem Jahr gebaut wurde. Und die reiche Ornamentik bestätigt: Barock.

Aber weder der Erbauer noch geschichtliche Einzelheiten sind überliefert. Die Orgel wurde für das Kloster Hohenbusch bei Erkelenz gebaut und stand dort bis ins 18. Jahrhundert, ohne dass jemand besondere Notiz von ihr nahm.

Das wäre auch so geblieben, hätte die Orgel in den Wirren der Französischen Revolution und der Napoleonischen Besetzung der Rheinlande, die zur Aufhebung des Klosters Hohenbusch führte, nicht einen neuen Platz gefunden in der evangelischen Gemeinde Linnich. Die hat die Orgel gehütet und gepflegt und auch erkannt, dass sie dieses Jahr 250 Jahre alt geworden ist.

Darum feiert die evangelische Gemeinde in Linnich dieses Jubiläum in diesem Jahr mit fünf Orgelkonzerten.

Das erste war schon im März. Hier spielte vor vollem Gotteshaus Professor Theo Jellemar von der Universität Groningen in den Niederlanden.

Die weiteren vier Konzerte: Am Freitag, 9. Mai, spielt Kreiskantor Stefan Iseke um 19.30 Uhr. Es wird ein wunderbarer Reigen mit zehn verschiedenen Komponisten und herausragenden Stücken geistlicher Musik unter anderem von Johann Sebastian Bach über Francois Couperin, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Dietrich Buxtehude bis Max Reger.

Am 4. Juli um 19.30 Uhr spielt Professor Dong-Ill Shin. Seine Auswahl wird rechtzeitig in der Presse veröffentlicht.

Am 24. Oktober beginnt um 19.30 Uhr eine Orgelnacht. Youna Park, die Linnicher Kantorin, macht den Anfang mit Georg Friedrich Händels Orgelkonzert op. 4 Nr. 6, begleitet von einem Kammerorchester. In der Pause wird ein Imbiss gereicht, und der Orgelbauer Martin Scholz macht mit kleinen Gruppen Orgelführungen. Es folgt dann ein Orgelkonzert mit Professor Thorsten Laux. Den Abschluss bildet das traditionelle Orgelkonzert von Stefan Palm zum 1. Advent am 30. November um 15 Uhr.

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